Ägypten: Exportregeln für Lebensmittel

ÄgyptenFoto: Mariam Soliman / Unsplash

In Ägypten sind vor der Einfuhr von Lebensmitteln etliche Vorschriften zu beachten. Für Fleisch-Exporte brauchen Unternehmen ein Halal-Zertifikat.

Das ägyptische Parlament hat im Januar 2017 mit Gesetz Nr. 1/2017 eine nationale Behörde für Lebensmittelsicherheit eingerichtet. Die National Food Safety Authority (NFSA) soll ab Januar 2018 die alleinige Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit von importierten und lokal hergestellten Lebensmitteln übernehmen, informiert die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI) in ihrem Merkblatt über gewerbliche Wareneinfuhren. Als zentrale Regulierungsbehörde werde sie für Aufgaben zuständig sein, die bislang von zahlreichen Regierungsstellen durchgeführt wurden.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die NFSA ihre Aufgaben übernehme, würden landwirtschaftliche Erzeugnisse, Lebensmittel, Lebensmittelzusatz- und Konservierungsstoffe, sowie Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, bei ihrer Ankunft grundsätzlich einer Qualitätskontrolle unter Aufsicht der GOEIC in staatlichen Laboratorien unterliegen.

Fleisch, Fleischprodukte und Geflügel (dessen Einfuhr nur als Ganzes, nicht in Teilen erlaubt ist) für den menschlichen Verzehr müssen, so die Außenhandelsagentur, direkt aus dem Ursprungsland importiert werden. Für diese Erzeugnisse sei ein im Exportland erstelltes Halal-Zertifikat vorzulegen, das die Einhaltung der islamischen Reinheits- und Speisegebote während des gesamten Produktionsprozesses bestätigt. Dem Verbraucher werde dies mit einem Halal-Siegel auf der Verpackung des Produkts bescheinigt. In Ägypten würden grundsätzlich nur Halal-Zertifikate von Zertifizierungsstellen akzeptiert, die eine gültige Akkreditierung der zuständigen ägyptischen Behörde GOVS vorweisen können.

Das „Merkblatt über gewerbliche Wareneinfuhren – Ägypten“ können Sie nach vorheriger Registrierung hier downloaden.

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