Amazon ist (un)schlagbar

IFH KölnKai Hudetz, IFH-Geschäftsführer, ist Experte für den digitalen Handel. (Foto: Kemal Calik)

Auf dem Branchentreffen Neocom wurde viel über die Marktmacht von Amazon debattiert. Dennoch sehen Experten Chancen für die deutschen Händler. 

„Der Onlinehandel wächst unvermindert weiter“, sagte Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln auf der E-Commerce-Messe Neocom. Der Experte erwartet in diesem Jahr einen Umsatz von 52,3 Milliarden Euro. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 11,2 Prozent. Amazon.de hat laut dem IFH im Jahr 2015 einen Umsatz von 9,44 Milliarden Euro erwirtschaftet. Otto machte 3,05 Milliarden Euro Umsatz. Zalando setzte 1,23 Milliarden Euro um.

Amazon werde das Wachstum weiter vorantreiben, so der Branchenkenner. Das Online-Kaufhaus habe eine hohe Kundenbindung bei Prime-Mitgliedern, zu den Stammkunden würden insbesondere die Heavy-Online-Shopper gehören. Für ihn ist Amazon nicht zu schlagen. Hudetz ist sich auch sicher, dass 90 Prozent der Online-Pure-Player nicht überleben werden.

Trotzdem sieht er Chancen für die Händler, etwa mit verknüpften Systemen. Sein Beispiel ist das Start-up „My Müsli“, das erst online gestartet ist. Heute ist es ein Multichannel-Unternehmen mit eigenen Filialen. Lernen könnten die deutschen Konkurrenten ebenso von der Schnelligkeit und Denkweise des Rivalen. Zudem sollten sie auf den Verkaufsplattformen von Amazon präsent sein.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.