Brasilien ist wichtiger Halal-Lieferant

Foto: Agustin Diaz Gargiulo / Unsplash

Brasilien ist einer der größten Exporteure für Halal-Nahrungsmittel auf der Welt. Im Binnenmarkt spielen die Produkte fast keine Rolle.

Brasilien ist noch vor Indien und den USA der größte Lieferant von Lebensmitteln der Mitgliedsstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIZ), berichtet die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI). Gemäß dem Bericht State of the Global Islamic Economy 2022 von DinarStandard beliefen sich demnach die brasilianischen Nahrungsmittelexporte in diese Länder 2020 auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Wichtige Zielländer seien Iran, Saudi-Arabien und Ägypten.

Im Fleisch- und Geflügelsektor dominieren große Produzenten wie BRF und JBS die brasilianische Halal-Produktion, so die GTAI. Brasilien exportiere ein Drittel seiner Hühnerfleischproduktion, wovon die Hälfte halal sei. Beim Rindfleisch gingen circa 20 Prozent in muslimische Länder.

Der brasilianische Binnenmarkt für Halal-Produkte sei vergleichsweise unbedeutend. Muslime würden laut der letzten Volkszählung des brasilianischen Statistikamts IGBE aus dem Jahr 2010 nur 0,02 Prozent der gesamten Bevölkerung ausmachen. Die meisten der rund 35.000 Muslime lebten im Bundesstaat São Paulo (14.778) und im angrenzenden Paraná (8.706).

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