Brunei setzt auch auf Halal

Das Sultanat Brunei ist eine islamische Monarchie. (Foto: Pixabay)Das Sultanat Brunei ist eine islamische Monarchie. (Foto: Pixabay)

Durch den Ölpreisverfall muss sich Bruneis Wirtschaft diversifizieren. Daher positioniert sich das Sultanat in Richtung neuer Wachtsumfelder wie Halal-Produkte und Aquakultur.

Immer noch dominieren Öl und Gas die Wirtschaft des kleinen Sultanats, aber die gegenwärtige Ölpreis-Baisse drückt auf Bruneis Achillesferse. Dadurch könnten jedoch die Bemühungen um eine Diversifizierung der Wirtschaft Auftrieb bekommen. Das berichtet die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing, Germany Trade & Invest (GTAI).

Startvorteile würden staatliche Planer und ausländische Wirtschaftsvertreter etwa bei Halal-Produkten sehen. Das Sultanat wolle sich als Produktionsstandort für Lebens- und Arzneimittel sowie Kosmetika, die nach dem islamischem Reinheitsgebot hergestellt werden, positionieren. Als moslemisches Land könne es strikte Halal-Vorschriften und auch gute Hygiene-Standards ins Feld führen. Chancen würden die Investitionsförderer ferner auf dem Feld der Bio-Landwirtschaft und in der Aquakultur sehen.

„Der Staat spielt im Wirtschaftsleben des Sultanats eine dominierende Rolle, die  weit über den rund zwanzig prozentigen Anteil staatlicher Dienstleistungen am BIP hinausgeht“, betont die GTAI. Somit sei es bei Investitionen von Vorteil, einen staatlichen Partner mit ins Boot zu nehmen. „Wenn jedoch bei dem Investitionsvorhaben ein staatlicher Partner oder besser noch ein Mitglied oder Vertrauter der Sultansfamilie mit dabei ist, können Projekte hingegen erstaunlich schnell umgesetzt werden“, so die GTAI-Experten.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.