Coronavirus bremst Welthandel

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Coronavirus kostet den Welthandel Milliarden. (Foto: Unsplash)

Die Coronavirus-Epidemie hat massive Folgen für den Welthandel und die Weltwirtschaft. Hongkong, die USA, Japan, Südkorea, Italien, Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland sind am stärksten betroffen.

Das Coronavirus wirkt sich negativ auf die Weltwirtschaft und den Welthandel aus. Pro Quartal kostet das Virus den Welthandel nach Berechnungen des Kreditversicherers Euler Hermes 320 Milliarden (Mrd.) US-Dollar.

„Das sind keine Peanuts”, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Trotzdem ist das kein Grund zur Panik. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dürften sich global gesehen insgesamt in Grenzen halten, wenn es bei einem kurzfristigen Schock bleibt: Für das Gesamtjahr erwarten wir durch das Coronavirus aktuell ‘nur’ einem Verlust von 0,2 Prozentpunkten an Wachstum für die Weltwirtschaft. Diese dürfte 2020 insgesamt um 2,2 Prozent zulegen im Vergleich zum Vorjahr (bisherige Prognose: 2,4 Prozent).“ Voraussetzung sei, dass es zu keiner weit verbreiteten Panikreaktion komme und sich die Geschäftstätigkeit in China nach drei Monaten wieder normalisiere. „Davon gehen wir aktuell aus.”


Auch beim Welthandel erwartet Euler Hermes herbe Einbußen. Im ersten Halbjahr dürfte der Welthandel sogar schrumpfen und sich erst im zweiten Halbjahr wieder etwas erholen und zu leichtem Wachstum zurückfinden. Das dürfte nach der aktuellen Prognose für 2020 mit lediglich 0,4 Prozent jedoch einen neuen Tiefststand markieren (2019: +1,2 Prozent). Schon im vergangenen Jahr schwächelte der Welthandel, insbesondere durch den anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die damit verbundenen Zölle.

Touristen bleiben weg

Hongkong, die USA, Japan, Südkorea, Italien, Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland seien am stärksten betroffen von diesem Rückgang – und der deutsche Wirtschaftsmotor habe zuletzt ja bereits merklich gestottert. Hinzu würden die Risiken von unterbrochenen Lieferketten kommen, einer geringeren weltweiten Nachfrage und sinkenden Preisen (und damit Umsätzen). 

Die am stärksten gefährdeten Branchen seien diejenigen, die besonders stark vom Welthandel abhängig seien und/oder die Unterbrechungen der Lieferketten ausgesetzt sein könnten: Maschinen und Ausrüstung, Textilbranche, Computer und Elektronik, Rohstoffe, aber auch Transport, Hotels und Gastronomie aufgrund der geringeren Einnahmen aus dem Tourismus.