Coronavirus lähmt Tourismus in Malaysia

Hotel in Kuala Lumpur. (Foto: Unsplash)

Wegen des Coronavirus kommen weniger Touristen nach Malaysia. Bisher wurden mehr als 95.000 Hotelzimmer storniert.

In Malaysia gibt es bislang 18 Coronavirus-Fälle (Stand 13. Februar 2020), berichtet die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI). Aus den besonders stark betroffenen chinesischen Regionen dürften derzeit keine Personen einreisen.

Malaysia rechne im 1. Quartal 2020 mit einem um 0,5 Prozentpunkte niedrigeren Wirtschaftswachstum durch das Virus. Die größten Auswirkungen bekomme der Tourismussektor zu spüren. Das Hotelgewerbe habe in diesem Jahr bereits 95.972 Zimmerstornierungen verkraften müssen. Das entspreche einem Umsatzverlust von knapp 9 Millionen Euro. Viele Events würden ausfallen oder würden verschoben.

Der Einzelhandel leide ebenfalls an deutlich niedrigeren Umsätzen. Nicht nur, dass die kaufkräftigen Touristen aus China fehlten, auch Malaysier meideten Malls und Restaurants, um größeren Menschenansammlungen aus dem Weg zu gehen.

China ist laut GTAI der wichtigste Handelspartner Malaysias. Das Land sei für rund 20 Prozent der malaysischen Einfuhren und 14 Prozent der malaysischen Ausfuhren verantwortlich.