Dänemark verbietet Schächten

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Rituelle Schlachtungen sind in Dänemark nicht mehr erlaubt. (Foto: Frischezentrum Frankfurt)

Dänische Regierung verbietet das Schächten ohne Betäubung – und kippt damit die Ausnahmeregelung für religöse Zwecke. Jüdische und muslimische Organisationen sind empört.

Das US-Magazin „Time“ zitiert den dänischen Landwirtschaftsminister Dan Jørgensen mit den Worten: „Tierschutz kommt vor Religion”. Auch in Deutschland gibt es ein Schächtverbot, jedoch gibt es Ausnahmen für religiöses Schlachten. Diese Regelung galt bisher auch in Dänemark.

In den meisten europäischen Ländern müssen die Tiere vor der Schlachtung betäubt werden – das ist aber bei vielen Juden und Muslimen umstritten. Für sie ist nur das Fleisch von geschächteten Tieren halal oder koscher.

Israels stellvertretender Minister für religiöse Dienste, Rabbi Eli Ben Dahan, hält nicht viel von dem neuen Gesetz und sagte gegenüber dem „Jewish Daily Forward“, dass der europäische Antisemitismus sein wahres Gesicht in ganz Europa zeige.

„Das ist eine klare Einmischung in die Religionsfreiheit, die die Rechte der Muslime und Juden beschneidet“, zitiert der arabische Nachrichtensender Al Jazeera die Monitoring-Gruppe „Dänischer Halal“. Sie hatte eine Petition gegen das Verbot eingebracht. Wie es sich jetzt zeigt – ohne Erfolg.

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