Deutsche Bank-Chef besorgt über politischen Rechtsruck

Anzeige

hal20 superbanner 720x90px 190808 - Deutsche Bank-Chef besorgt über politischen Rechtsruck
von links: Sven Afhüppe, Martin Braun, Christian Sewing. (Foto: Kemal Calik)

Bei der Landtagswahl in Sachsen hat die rechte AfD über 27 Prozent der Stimmen geholt. Deutsche Bank-Chef Christian Sewing findet das „inakzeptabel“ für Deutschland.

„Bei den letzten Landtagswahlen haben wir einen herben Rechtsruck erlebt. Wie sehr besorgt Sie beide das als Manager?“, fragte Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe Deutsche Bank-Chef Christian Sewing und Wirecard-Boss Markus Braun auf dem Bankengipfel in Frankfurt.

„Die politischen Veränderungen besorgen mich sehr. Meine Reaktion um fünf nach sechs am Sonntagabend war. Es hätte noch schlimmer kommen können“,  sagte Christian Sewing. Aber das sei eigentlich falsch. Was könne es noch Schlimmeres geben, als 27 Prozent für eine sehr rechte Partei in Deutschland? „Um es klar zu sagen: Diese 27 Prozent sind inakzeptabel für Deutschland“, betonte Sewing.

Wirecard-Boss Markus Braun zeigte sich entspannter: „Wir haben über die Demokratie ein Höchstmaß an Freiheit erreicht.“ Aber Freiheit hieße nicht, dass immer die schlauesten Entscheidungen getroffen würden. „Man muss anerkennen, dass Freiheit hin und wieder aus unserer subjektiven Sicht für die falschen Entscheidungen eingesetzt wird“, sagte der Wirecard-Chef. Solange Parteien in diesem Verfassungsbogen agierten, müsse man diese Entwicklung akzeptieren.