Deutsche Bank-Chef: Europa braucht starke Banken

Christian SewingChristian Sewing, CEO Deutsche Bank. (Foto: Marc-Steffen Unger / Euroforum)

Deutsche Bank-Chef Christian Sewing setzt auf einen starken Heimatmarkt – und möchte auch international erfolgreich sein.

Die Deutsche Bank hält auch unter dem neuen Chef Christian Sewing an ihrer weltweiten Aufstellung fest. „Unser globaler Anspruch wird unter meiner Führung nicht zur Debatte stehen“, sagte Sewing auf dem Banken-Gipfel des Handelsblatts in Frankfurt. „Diese globale Aufstellung, davon bin ich zutiefst überzeugt, ist heute für unsere Volkswirtschaft so wichtig wie seit dem Fall der Mauer nicht mehr.“

Europa brauche nicht möglichst viele Banken, Europa brauche vor allem starke Banken. „Banken, die als Plattformen bestehen, aber auch Banken, die internationalen Unternehmen als wichtigster Risikomanager zur Seite stehen können.“ Das setze eine globale Präsenz voraus.

Für die Geldhäuser gehe es nicht nur um Digitalisierung bestehender Geschäftsmodelle, so Sewing „Es geht um eine neue Art des wirtschaftlichen Denkens und Handels – eben um die Plattform-Ökonomie. Die Banken würden entweder ein austauschbarer Anbieter von Fiskalprodukten, die auf großen Plattformen verkauft werden. „Einer von vielen Zulieferern in einem großen digitalen Supermarkt.“ Oder man wolle diejenigen sein, die das Regal gestalten.

Der Konzernchef bekannte sich zudem ausdrücklich zum Investmentbanking. Sie spiele eine „enorm wichtige Rolle. Die Unternehmen würden Produkte aus dem Investmentbanking brauchen, etwa zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.