Deutsche Exporteure erwarten Mini-Wachstum

ContainerDeutschland exportiert immer noch sehr viele Waren ins Ausland. (Foto: Unsplash)

An allen Ecken und Enden der Welt kriselt es, nicht zuletzt vor den Toren Europas. Dennoch rechnen die deutschen Exporteure mit einem kleinen Plus – und damit einen neuen Rekord der Ausfuhren.

„Die Globalisierung steckt in der Krise. Alleine der Begriff macht vielen Menschen Angst und die Offenheit gegenüber dem Freihandel sinkt, und zwar nicht nur in Deutschland“, sagte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in Berlin über die Entwicklung des deutschen Außenhandels.

„Derweil kühlen sich die Außenhandelsaktivitäten auf absehbare Zeit weiter ab. An allen Ecken und Enden der Welt kriselt es, nicht zuletzt vor den Toren Europas und auch innerhalb unseres wichtigsten Kernmarktes“, so Börner. Vor dem Hintergrund der daraus resultierenden Verunsicherung und Zurückhaltung erwarte der BGA für dieses Jahr bei den Ausfuhren immerhin noch ein kleines Wachstum von maximal zwei Prozent auf 1.220 Milliarden Euro – und damit trotz aller Sorgen einen neuen Rekord der deutschen Ausfuhren.

Gleiches gelte auch für die Einfuhren, wobei der Anstieg dort insbesondere aufgrund von Preiseffekten lediglich um 0,5 Prozent auf 953 Milliarden Euro betragen werde.

„Wenn wir die Weltmärkte sichern wollen, brauchen wir insbesondere Europa, unseren wichtigsten Kernmarkt. Europa zu verlieren, verkraften wir nicht!“, betonte Börner. „Wir haben es mit politischen Phänomenen zu tun, die man national nicht lösen kann. Ich nenne nur den Terrorismus, der nicht aufhören sondern zunehmen wird, das Thema Immigration und die Aggression aus der islamischen Welt und Russland“, erklärte der Verbandschef. Alle diese Themen würden sich nur supranational lösen lassen.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.

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