Deutsche sollen mehr Lammfleisch essen

LammDie Deutschen essen eher selten Lammfleisch. (Foto: Mauricio Fanfa / Unsplash)

Lammfleisch kommt bei den Deutschen eher selten auf den Teller. Daher haben drei Wirtschaftsverbände eine Werbekampagne für europäisches Lammfleisch  gestartet – mit Unterstützung der Europäischen Union.

Unter dem Motto „Lamm – Einfach. Lecker. Los“ haben die Wirtschaftsverbände AHDB aus England, Bord Bia aus Irland und Interbev aus Frankreich Mitte letzten Jahres eine Aufklärungs- und Werbekampagne für europäisches Lammfleisch gestartet, welche von der Europäischen Union unterstützt wird, teilen die Verbände mit.

Ziel der Kampagne ist es es demnach, „Vorurteile auszuräumen, junge Verbraucher im Alter von 25 bis 45 Jahren in Belgien, Großbritannien, Frankreich, Irland, Dänemark und Deutschland für die Zubereitung von Lammfleisch für die Alltagsküche zu gewinnen und die Bedeutung der Weidewirtschaft für den Erhalt von Bauernhöfen und der Landschaft bewusst zu machen.“

In Deutschland lag die Fleischproduktion Statistiken zufolge im vergangenen Jahr bei rund 8,2 Millionen Tonnen. Schweinefleisch hat dabei einen Anteil von über 65 Prozent, Geflügel von über 18 Prozent und Rindfleisch von rund 14 Prozent. Der Anteil von Lammfleisch beträgt rund 0,2 Prozent – und das trotz eines Anstiegs der Lammfleischproduktion auf 16.879 Tonnen.

Lamm ist kulturell verankert

Obwohl in Deutschland der Konsum von Lammfleisch gestiegen ist, gehören die Bundesbürger weiterhin zu den Schlusslichtern im Lammverbrauch in der EU. In Großbritannien wurden 2014 beispielsweise rund 250.000 Tonnen Lammfleisch produziert, in Spanien über 100.000 Tonnen, in Frankreich rund 66.000 Tonnen und selbst im kleinen Irland 48.550 Tonnen.

„Dabei gehört Lammfleisch zu den bekömmlichsten und auch wohlschmeckendsten Fleischsorten. Das stellen deutsche Verbraucher oft im Urlaub fest“, sagen die Kampagnenmacher. Im Gegensatz zu Huhn, Rind oder Schwein sei der Verzehr von Lammfleisch kulturell verankert, auch in Deutschland. Vor allem bei Christen und Muslimen spiele Lammfleisch eine bedeutende Rolle. Bei gläubigen Christen habe Lamm insbesondere an Ostern, aber auch an anderen Tagen mit christlichem Hintergrund Hochkonjunktur.

„Muslime bevorzugen Lammfleisch nicht nur in der Zeit des Ramadans, sondern schätzen das zarte Fleisch auch in der Alltagsküche“, so die Verbände.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.

2 Kommentare zu "Deutsche sollen mehr Lammfleisch essen"

  1. Hartmann Peter | 10. Juli 2016 um 8:57 |

    Klar die Deutschen haben sich an die Zeit zu gewöhnen wo Muslime hier das Sagen haben.Da spielt auch das tierquälerische Schächten keine Rolle mehr.In keinem Land gibt es so eine Selbstaufgabe.Und deshalb gerade Schweinefleisch,Schluss mit dieser Rücksichtnahme.

  2. Die Deutschen sollen künftig deutlich weniger Fleisch essen – um das Klima zu schützen!

    Umweltministerin Barbara Hendricks (64, SPD) setzt in einem 67-seitigen Entwurf („Klimaschutzplan 2050“) das Ziel, den Fleischverzehr zu halbieren.

    „Bis 2050 sollte ein Fleischkonsum entsprechend der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung angestrebt werden“, heißt es in dem Entwurf. Das wären 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche. Aktuell verzehrt ein Bundesbürger im Schnitt rund 1,1 Kilo wöchentlich.

    Hendricks begründet ihre Forderung mit der Verringerung klimaschädlicher Treibhausgase.

    Dies gilt aber nur für Schweinefleisch … denn Lammfleisch ist „gut“ …
    Deutsche sollen mehr Lammfleisch essen.

    „Unter dem Motto „Lamm – Einfach. Lecker. Los“ haben die Wirtschaftsverbände AHDB aus England, Bord Bia aus Irland und Interbev aus Frankreich Mitte letzten Jahres eine Aufklärungs- und Werbekampagne für europäisches Lammfleisch gestartet, welche von der Europäischen Union unterstützt wird, teilen die Verbände mit.“

    Halal-Welt unterstützt von der EU. Es gibt keine Islamisierung!

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