Deutsche Wirtschaft bricht um über 6 Prozent ein

Foto: Martin Damboldt / Pexels

In Deutschland bricht die Konjunktur wegen Corona stark ein. Das Bruttoinlandsprodukt sinkt in diesem Jahr um 6 Prozent, sagt die Förderbank KfW voraus.

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland und der Eurozone zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt. Die staatliche Förderbank KfW erwartet für Deutschland 2020 weiterhin einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um rund 6 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 5 Prozent im nächsten Jahr. Im Euroraum insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr laut KfW um rund 8 Prozent schrumpfen.

In Deutschland sei insbesondere für die exportorientierte Industrie mit einem zunehmenden nachfrageseitigen Gegenwind zu rechnen. Bei rapide steigenden globalen Corona-Infektionszahlen bleibe die Unsicherheit enorm hoch. Angesichts wieder steigender Fallzahlen auch hierzulande müsse aber auch in bestimmten Dienstleistungsbereichen, wie der Gastronomie oder der Veranstaltungsbranche, eher mit einer Verschärfung als mit einer Lockerung der bestehenden Einschränkungen gerechnet werden.

“Im Herbst- und Winterquartal erwarte ich nur noch eine sehr langsame Aufholbewegung des deutschen und europäischen Wirtschaftswachstums”, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Da die Impfstoffentwicklung aber schnell vorankomme, sei es eine realistische Annahme, dass in wohlhabenden Volkswirtschaften wie den Euroländern ab dem Frühjahr 2021 Massenimmunisierungen beginnen. “Ein effektiver Corona-Impfstoff wäre der ‘Gamechanger’: Damit dürfte es zu einer Aufhebung weiterer Eindämmungsmaßnahmen und vor allem zu einem Vertrauensschub kommen.”

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