Deutscher Fleischexport steigt

FleischFleisch kommt in Europa immer noch häufig auf den Tisch. (Foto: Elli O. / Unsplash)

Die Deutschen essen weniger Fleisch. Dennoch boomt der Export und damit die Fleischproduktion. Vor zwei  Jahren wurden in Deutschland 300 Millionen mehr Tiere als noch vor fünfzehn Jahren geschlachtet.

Vor zwei Jahren haben die Deutschen rund 60,3 kg Fleisch pro Kopf gegessen. Am meisten wird Schweinefleisch verzehrt. Davon aß in 2014 jeder Deutsche im Durchschnitt 38,2 Kilogramm. Zweitliebste Sorte ist Geflügel (11,5 kg) gefolgt von Rind- und Kalbfleisch (8,9 kg). Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie herausgefunden.

Insgesamt aber nimmt der Fleischkonsum demnach in Deutschland in den letzten Jahren ab. Diese Entwicklung lässt sich nicht in erster Linie auf Preissteigerungen zurückführen. Vielmehr zeichnet sich ein genereller Trend zu weniger Fleischkonsum in Deutschland ab. Im europäischen Vergleich wird Umfragen zufolge in Deutschland sogar am seltensten Fleisch verzehrt.

Der Anteil der Vegetarier ist jedoch weiterhin mit geschätzten rund drei Prozent der Bevölkerung sehr gering. Hinzu kommen noch 12 Prozent sogenannte Flexitarier, die Fisch und Fleisch nur ab und zu konsumieren.

Während der Konsum in Deutschland rückläufig ist, boomt der Export, vor allem in die EU-Staaten. Vor zwei Jahren wurden hierzulande 800 Millionen Tiere, und damit 300 Millionen mehr als noch vor 15 Jahren, geschlachtet.

Fleisch ist Männersache. Dem IW zufolge essen Männer mehr und lieber Fleisch als Frauen – fast ein Drittel der deutschen Männer, aber nur knapp 13 Prozent der Frauen sagen, sie würden mehr als viermal pro Woche Fleisch essen.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.