Deutschland: Brexit verunsichert Auslandsbanken

BankgebäudeBrexit: Auslandsbanken fordern Rechtssicherheit. (Foto: Andrew Gook / Unsplash)

Die Geschäftsaussichten der Auslandsbanken sind stabil und Deutschland bleibt ein attraktiver Standort. Für Verunsicherung sorgt der anstehende EU-Austritt der Briten.

„Auch wenn das Niedrigzinsumfeld, der intensive Wettbewerb und die erheblichen Aufwendungen für die regulatorischen Rahmenbedingen nach wie vor uns alle herausfordern, sind die Geschäftsaussichten der Auslandsbanken nicht zuletzt wegen der prosperierenden deutschen Volkswirtschaft stabil“, sagte Stefan Winter, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland (VAB) in Frankfurt. Der Verband gehe für dieses Jahr von stabilen Mitarbeiterzahlen in den Mitgliedsinstituten aus.

Vor dem Hintergrund der Finanzstabilität fordert der VAB, dass im Rahmen der Brexit-Verhandlungen auch über Übergangsregelungen gesprochen wird. „Derzeit kann zwar keiner beurteilen, wie die Brexit-Verhandlungen verlaufen und zu welchem Ergebnis sie führen werden. Übergangsregelungen werden wir aber auf jeden Fall benötigen, um Rechtsunsicherheiten und Marktverwerfungen zu vermeiden“, so Winter.

Der Verband vertritt über 200 ausländische Banken in Deutschland, unter anderem die erste islamische Bank in Deutschland, die KT Bank AG.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.