Deutschland: Fleischverbrauch bleibt konstant

GeflügelFoto: Alison Marras / Unsplash

Sieben Millionen Tonnen Fleisch essen die Deutschen jedes Jahr. Geflügelfleisch wird immer bedeutender, Lammfleisch führt ein Schattendasein.

Der Fleischverbrauch hat in den vergangenen zehn Jahren relativ konstant bei etwas mehr als 7 Millionen Tonnen gelegen. 2017 ist der Verbrauch gegenüber 2016 leicht gesunken, informiert das Thünen-Institut. Die Fleischproduktion dagegen hat sich demnach seit der BSE-Krise in Jahr 2001 – gemessen an der Schlachtmenge – fast jedes Jahr erhöht und lag im Jahr 2016 bei knapp 9 Millionen Tonnen.

Schweinefleisch ist in Deutschland nach wie vor die wichtigste Fleischart, so das Institut. Von 1997 bis 2017 sei der Pro-Kopf-Verbrauch allerdings von 55 auf 49,7 Kilogramm gesunken. Deutschland bleibe aber Nettoexporteur und behalte seine Position als weltweit größter Exporteur von Schweinefleisch.

Eine besonders rasante Entwicklung von Produktion und Verbrauch sei beim Geflügelfleisch zu beobachten. Die Schlachtmenge bei Geflügel sei von 680.000 Tonnen im Jahr 1997 auf gut 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 2017 gestiegen und habe damit in ihrer Bedeutung die Rindfleischproduktion überholt. 2017 hätten die Deutschen 1,7 Millionen Tonnen Geflügelfleisch verbraucht, dies entspreche einem Pro-Kopf-Verbrauch von fast 21 Kilogramm je Einwohner.

Die Schlachtmenge von Rindfleisch ist, so die Wissenschaftler, von rund anderthalb Millionen Tonnen im Jahr 1997 auf gut 1,1 Millionen Tonnen im Jahr 2017 zurückgegangen. Die Produktion und der Verbrauch von Schaf- und Ziegenfleisch hätten in Deutschland im Vergleich zu den anderen Fleischarten eine deutlich geringere Bedeutung. Einer Schlachtmenge von 33.000 Tonnen stehe (nach offizieller Statistik) ein (weiter sinkender) Verbrauch von 71.000 Tonnen an Schaf- und Ziegenfleisch gegenüber. Der Pro-Kopf Verbrauch liege lediglich bei 0,9 kg je Jahr.

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