Deutschland: Flüssige Snacks gefragt

SmoothiePüriertes und mit Wasser aufgefülltes Obst oder Gemüse, Smoothies, liegen im Trend. (Foto: Unsplash)

Ob als Frühstück oder zur Überbrückung zwischen Mittag- und Abendessen, flüssige Snacks erobern Deutschland. Qualität ist in, dennoch achten die Verbraucher weiter auf den Preis. Die Bäcker dominieren den Wachstumsmarkt.

„Es wird zunehmend flüssig gesnackt“, sagte Jochen Pinsker vom Marktforschungsinstitut NDP Group Deutschland auf dem Snack-Kongress in Frankfurt. Etwa als Frappé oder Smoothie. Ihr Anteil ist demnach im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent auf bereits 21 Prozent gestiegen. Für den Forscher gehören Frappés, Laugengebäck, Donuts, Muffins, Kaffee, Smoothies, Paninis, Cappuccino, Suppen und Wraps zu den Top 10 Wachstumsprodukten.

„Die Gastronomie wächst insgesamt endlich wieder, sowohl in Umsatz als auch in Besuchen“, hat Pinsker weiter herausgefunden. Der Experte erwartet, dass die Deutschen bis zum Ende dieses Jahres 75 Milliarden Euro in der Gastronomie ausgeben werden. Die Umsatzsteigerungen seien getrieben durch höhere Ausgaben pro Besuch und Gast – und nicht in erster Linie durch mehr Besuche.

Zudem würden die Qualitätsansprüche wachsen. „Dennoch bleiben Verzehrentscheidungen preisgetrieben“, so Pinsker. Ein großer Wachstumsfaktor sei das Frühstücksgeschäft. Die Bäcker würden mit einem Anteil von 28 Prozent den Snackmarkt dominieren. Es folgen Burger-Restaurants (18 Prozent) und Supermärkte (10 Prozent). Die Ethno-Imbisse, beispielsweise Dönerläden und Thai-Imbisse, haben einen Anteil von sieben Prozent.

„Snacken ist keine Frage des Alters, jeder von uns snackt“, berichtet Pinsker. Deutschland habe mit 22 Prozent den höchsten Snack-Anteil in Westeuropa – vor Frankreich mit 20 Prozent und Spanien (19 Prozent). Die Europäer würden täglich 150 Millionen Euro für Snacks ausgeben.

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