Deutschland: Greenpeace prangert Billigfleisch in Supermärkten an

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Foto: Iñigo De la Maza / Unsplash

Das meiste Fleisch in deutschen Supermarkten stammt aus problematischer Haltung, sagt die Umweltorganisation Greenpeace.

Rund 88 Prozent des Frischfleischs der großen Supermärkte stammt von Tieren, die unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen gehalten wurden – im Handel gekennzeichnet als Haltungsform 1 oder 2, ist das Fazit von Greenpeace.

Zu diesem Ergebnis kommt die Umweltorganisation nach Auswertung einer schriftlichen Abfrage bei Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, Rewe und Real. Aus den Angaben zur Umsetzung der freiwilligen Fleischkennzeichnung (Haltungsform 1-4), zum Sortiment und zur künftigen Einkaufspolitik hat Greenpeace ein Ranking erstellt.

Alle Supermärkte schneiden demnach schlecht ab. Mit lediglich 179 von insgesamt 1.000 möglichen Punkten führt Kaufland laut Greenpeace das Feld an. Edeka, Netto und Real sind die Schlusslichter. Real habe die freiwillige Kennzeichnung gar nicht eingeführt und keine weiteren Aussagen getroffen.

Der Handel hatte im April 2019 eine vierstufige Kennzeichnung für die Frischfleischprodukte der Eigenmarken eingeführt. Dabei entspricht Haltungsform 1 (Stall) dem gesetzlichen Mindeststandard, Haltungsform 4 (Premium) ist  unter anderem mit Bio vergleichbar. Laut Abfrage setzen die Supermärkte (außer Real) die Kennzeichnung weitestgehend um. Kennzeichnungslücken gebe es an den Frischetheken. Lediglich bei Kaufland werde an der Theke vollständig gekennzeichnet.

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