Deutschland: Lebensmitteleinzelhandel wächst leicht

LebensmittelMinus 2,6 Prozent: Supermärkte machten weniger Umsatz. (Foto: Anurag Arora / Unsplash)

Der deutsche Lebensmittelhandel verzeichnet für das vergangene Jahr wieder einen Zuwachs. Jedoch geht die Anzahl der Geschäfte weiter zurück.

Die Verbraucher in Deutschland gehen seltener einkaufen, geben dafür aber mehr Geld pro Einkauf aus – in 2016 insgesamt rund 150 Milliarden Euro. Das sind 3.662 Euro je Haushalt. Im Durchschnitt landeten Produkte des täglichen Bedarfs im Wert von für rund 18 Euro bei jedem Einkauf im Korb. Dabei geht ein durchschnittlicher Haushalt insgesamt 226 Mal im Jahr in ein Geschäft. Am häufigsten sind das die Mehrpersonen-Haushalte ohne Kinder, die über 54 Jahre alt sind. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen.

Der Lebensmitteleinzelhandel ≥ 100 Quadratmeter und Drogeriemärkte erwirtschaftete demnach im vergangenen Jahr einen Umsatz von 177 Milliarden Euro. Dies ist ein leichtes Plus von 0,9 Prozent. Die seit Jahren rückläufige Anzahl der Geschäfte reduzierte sich weiter auf gut 35.000 Geschäfte.

Den Umsatz um ein Prozent konnten die Verbrauchermärkte steigern, wozu vor allem die kleineren Formate (1.000 – 2.499 Quadratmeter) beitrugen. Auch die Discounter (ohne Aldi, Lidl, Norma) wuchsen leicht um 1,1 Prozent. Supermärkte hingegen mussten Umsatzeinbußen von 2,6 Prozent hinnehmen. Dabei zeigt sich, dass vor allem die kleinen Supermärkte (100 – 399 Quadratmeter) weiter an Bedeutung verlieren. Ihr Umsatzanteil reduzierte sich von 2,0 auf 1,7 Prozent – das entspricht einem Umsatzrückgang von 12,4 Prozent.

Über steigende Umsätze erfreuen sich die Drogeriemärkte. Sie konnten um 3,8 Prozent zulegen und ihren Marktanteil 2016 auf 8,7 Prozent ausweiten.

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