Digital-Umsätze wachsen wieder

Online-HandelInternet-Händler machen wieder mehr Umsatz. (Foto: Brooke Cagle/ Unsplash)

Der deutsche Online-Handel hat die kurze Phase der Stagnation überwunden und im vergangenen Jahr wieder einen deutlichen Umsatzzuwachs verbucht. Auf Platz eins bleibt ein amerikanischer Konzern.

Die deutschen Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz – mit physischen Gütern – von 21,6 Milliarden Euro. Verglichen mit den Onlineumsätzen im Jahr zuvor (19,6 Milliarden Euro) bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von gut 10 Prozent. Dies ergab die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2015″ von EHI und Statista.

Angeführt wird das Ranking in Deutschland auch in 2014 wieder von Amazon.de mit einem E-Commerce-Umsatz von 6,6 Milliarden Euro, gefolgt von Otto.de mit knapp 2 Milliarden Euro und Zalando.de mit knapp 900 Millionen Euro.

Das signifikante Wachstum wird allerdings nicht nur von den Big-Playern vorangetrieben. Anteil am starken Umsatzanstieg haben vielmehr zahlreiche Unternehmen, die im Ranking der Top 100 E-Commerce-Händler in Deutschland in den Vorjahren noch nicht aufgetaucht sind und nun von den hinteren Plätzen weiter nach vorne drängen.

So sind unter den Top 100 erstmals auch Vertreter der Branchen Haushaltswaren, Haustechnik (Sanitär), Erotik und Blumen sowie verstärkt Online-Apotheken und sorgen somit für eine erhöhte Branchenvielfalt.

In Österreich stiegen die Online-Umsätze im Vergleich zum Vorjahr gar um 14,3 Prozent. Auch hier belegt Amazon (477,1 Millionen Euro) den ersten Rang, gefolgt von Universal (112,4 Millionen Euro) und Zalando (95 Millionen Euro).

In der Schweiz ist der Umsatzanstieg mit 9,9 Prozent nur unwesentlich geringer als in Deutschland. Spitzenreiter ist hier Digitec mit 424,2 Millionen Euro Umsatz, dahinter Amazon mit 288,5 Millionen Euro und Nespresso mit 287,9 Millionen Euro.

 

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.