E-Commerce: Weltweiter Boom mit Hindernissen

digital commerceDie Online-Händler freuen sich auf die vielen Bestellungen über das Internet. (Foto: Pineapple Supply Co. / Unsplash)

Die Umsätze der Online-Händler wachsen weltweit zweistellig. In einigen Ländern sind geringe Übertragungsgeschwindigkeiten und Online-Zahlungen ein Hindernis für E-Commerce.

Zweistellige Wachstumsraten aus 2016 belegen: Das Marktvolumen im Onlinehandel wächst ungebremst. Sei es in Deutschland (12,5 Prozent), den USA (14,8 Prozent) oder der VR China (26,2 Prozent): Das E-Commerce-Geschäft im B2C-Bereich boomt weltweit und eröffnet auch deutschen Anbietern neue Geschäftschancen. Das meldet die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI), die den Online-Handel in zehn wichtigen Auslandsmärkten untersucht hat.

Doch so einheitlich sich der Trend im Wachstum widerspiegele, so unterschiedlich seien die Entwicklungen im Detail. „Während in industrialisierten Staaten die besten technischen Voraussetzungen gegeben sind, muss man sich anderenorts anpassen. Onlinehändler in großen Wachstumsmärkten wie Nigeria, Indien oder Mexiko müssen ihre Angebote teilweise noch auf geringe Übertragungsgeschwindigkeiten ausrichten“, sagte Oliver Höflinger von Germany Trade & Invest (GTAI).

Oftmals müssten sie auch davon ausgehen, dass Kunden Online-Bezahlungen derzeit nicht leisten können oder wollen, entweder weil sie kein Konto besitzen oder weil das Vertrauen in die Datensicherheit fehle. Für diese Kunden müsse es alternative Zahlungsmöglichkeiten geben, zum Beispiel an Kiosken oder mit Apps.

Den Außenwirtschaftsexperten zufolge betrug der Umsatz im deutschen B2C-E-Commerce (Business-to-Consumer) im vergangen Jahr 52,7 Milliarden Euro. Die umsatzstärksten Produkte waren demnach Kleidung, Elektronikartikel und Telekommunikation. Künftig würden Möbel, Medikamente und Lebensmittel eine größere Rolle spielen.

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