Einzelhandel: 500.000 Tonnen Lebensmittel landen im Müll

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Foto: Elena Koycheva / Unsplash

500.000 Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll, hat das Thünen-Institut herausgefunden. Die meisten Abfälle entstehen in den Privathaushalten.

Im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland werden jährlich rund 500.000 Tonnen Lebensmittel als Abfall aussortiert, hat das Thünen-Institut in Zusammenarbeit mit 13 Handelsunternahmen ermittelt. Einbezogen wurden dafür nicht nur Daten aus dem organisierten Einzelhandel, also Supermärkte, Discounter und Verbrauchermärkte, sondern auch andere Einzelhändler wie Drogeriemärkte, Bäckereien, Fleischereien, Onlinehandel, Wochenmärkte oder Tankstellen.

In Supermärkten, Discountern und Verbrauchermärkten fallen demnach 290.000 Tonnen an, bei den anderen Einzelhändlern kommen noch einmal 210.000 Tonnen hinzu. Auch wenn die Zahl von 500.000 Tonnen sehr hoch erscheint, so das Institut, entfalle auf den Einzelhandel nur ein Anteil von zirka 4 Prozent am gesamten Aufkommen von Lebensmittelabfällen. Mit Abstand am meisten Abfälle entstehen in den Privathaushalten (52 Prozent).

Die Umsatzverluste im Einzelhandel seien bei Brot- und Backwaren mit zirka 6 Prozent am höchsten, gefolgt von der Kategorie Obst und Gemüse mit ca. 4,3 Prozent. Bei Tiefkühlkost, Getränken und Trockensortimenten seien die Umsatzverluste mit 0,3 Prozent viel geringer, da diese Produkte in der Regel länger lagerfähig sind.