Einzelhandel investiert in Omnichannel

Handel ModeHallo Kunde, gehst du demnächst auf eine Party? (Foto: Clem Onojeghuo / Unsplash)

Die Händler wollen künftig mehr Geld für IT ausgeben und die Digitalisierung der Stores voranbringen. Omnichannel-Projekte stehen weit oben auf der Prioritätenliste. Das hat das Kölner Forschungsinstitut EHI herausgefunden. 

Im Vergleich zu den Vorjahren sind die IT-Budgets der Händler weiter gestiegen. So liegt das durchschnittliche IT-Budget in 2017 über alle Branchen hinweg bei 1,35 Prozent vom Nettoumsatz. 2015 lag der Wert noch bei 1,24 Prozent. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Unternehmen prognostiziert für die kommenden Jahre, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Nur 5 Prozent rechnen zukünftig mit sinkenden Budgets. Das zeigt die aktuelle Studie „IT-Trends im Handel 2017“, die das EHI zum Auftakt der EuroShop 2017 veröffentlicht hat.

Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) der befragten IT-Verantwortlichen haben demnach solche Projekte oberste Priorität, die in engem Zusammenhang mit der Umsetzung von Omnichannel-Strategien des Unternehmens stehen. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Digitalisierung des Stores. Dementsprechend findet sich auch bei 57 Prozent der Händler die Optimierung bzw. Erneuerung der Warenwirtschaft und bei 46 Prozent der Kassenhard- und/oder Software weit oben auf der Investitionsagenda.

Persönliche Kundenansprache

Im Kontext der zunehmend personalisierten Kundenansprache, die von vielen Händlern angestrebt wird, und der besseren Analyse von Kundendaten, sind die geplanten Investitionen in schnellere CRM-Lösungen und Analytics stark gestiegen. So zählen 38 Prozent der Befragten (2015: 25 Prozent) Investitionen in CRM zu den wichtigsten IT-Projekten der nächsten zwei Jahre, bei Analytics liegt der Anteil sogar bei 41 Prozent.

Vor dem Hintergrund gesteigerter Anforderungen in puncto Geschwindigkeit und Flexibilität der IT-Systeme und einer Minderung der Komplexität der Systemlandschaft gewinnt der Einsatz cloudbasierter Anwendungen im Handel zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Händler sehen einen Vorteil darin, nicht jede IT-Anwendung im eigenen Unternehmen zu betreuen, weiterzuentwickeln und zu hosten. So sind Cloud-Dienste für 16 Prozent der IT-Verantwortlichen schon heute von großer Bedeutung. Einen deutlichen Anstieg der Bedeutung von cloudbasierten Anwendungen im Einzelhandel sieht ein gutes Drittel (39 Prozent) der Befragten.

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