EuGH: Verpackung darf Verbraucher nicht irreführen

Europäischer GerichtshofAus einer Sitzung des Europäischen Gerichtshofs. (Foto: Gerichtshof der Europäischen Union)

Was auf der Verpackung drauf steht, muss auch drin sein. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Verfahren um einen Früchtetee entschieden.

Die Verbraucherzentrale (Bundesverband) hatte den Hersteller Teekanne verklagt, weil die Früchtetee-Packung „Felix Himbeer-Vanille Abenteuer“ Bilder von Himbeeren und Vanille zeigte, obwohl der Tee keine der beiden Früchte enthielt.

Für die Richter des EuGH war es nicht ausreichend, dass in der Zutatenliste alle Bestandteile richtig genannt werden. Tatsächlich besteht der Tee hauptsächlich aus Hibiskus, Äpfeln, süßen Brombeerblättern, Orangenschalen und Hagebutten.

Die Verbraucherschützer kritisierten die Verpackung von Teekanne als „Werbelüge“. Nach Angaben des Herstellers Teekanne wird der Tee seit 2012 nicht mehr vertrieben.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.