Euler Hermes erwartet Pleitewelle in Rekordhöhe

Grafik: Kika Fuenzalida / Mixkit

Kreditversicherer Euler Hermes rechnet mit einer großen Insolvenzwelle. In Deutschland sollen die Unternehmenspleiten um 10 Prozent steigen.

Die Coronapandemie hinterlässt bei der Weltwirtschaft tiefe Spuren. Das dürfte nach Einschätzung von Euler Hermes zu einer tiefen Rezession bei Welthandel und Weltwirtschaft führen – und in der Folge zu einer weltweiten Pleitewelle. Global dürften die Insolvenzen 2020 laut dem Kreditversicherer damit zum vierten Mal in Folge steigen – allerdings mit plus 20 Prozent in bisher ungekanntem Ausmaß. Im Vergleich: 2019 lag der Zuwachs noch bei 8 Prozent.

Beim Welthandel drohen Verluste von 3,5 Billionen US-Dollar. Das bedeutet ein Minus beim Volumen der gehandelten Waren und Dienstleistungen von 15 Prozent, beim Wert der Waren ist der Rückschlag mit minus 20 Prozent sogar noch schwerer. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) steckt durch die Corona-Pandemie mit voraussichtlich minus 3,3 Prozent in der größten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. 

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„Auf die Unternehmen rollt weltweit eine regelrechte Pleitewelle zu”, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. “Wir gehen weltweit 2020 aktuell von rund 20 Prozent mehr Insolvenzen aus – damit ist der Anstieg mehr als drei Mal so hoch wie vor der Coronapandemie erwartet (plus 6 Prozent). Neben den USA (plus 25 Prozent) ist insbesondere Europa im Auge des Sturms (plus 19 Prozent).

In dieser Situation sei es extrem wichtig, für Unternehmen und Wirtschaft Vertrauen zu schaffen. Deshalb sei der nun vereinbarte gemeinsame Schutzschirm für die deutsche Wirtschaft, Unternehmen und ihre Mitarbeiter elementar – insbesondere auch für den Mittelstand. Der Handel werde dadurch stabilisiert.

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