Eurowings wird kein Ultra-Billigflieger

Karl Ulrich GarnadtLufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt sagt Billigfliegern den Kampf an. (Foto: Kemal Calik)

Lufthansa-Billigtochter Eurowings will weiter wachsen, allerdings nicht als Ultra-Low-Cost Carrier. Die Fluggesellschaft will im kommenden Jahr auch Flüge vom Drehkreuz München anbieten. 

„Wir haben ein Produktportfolio, von dem wir wissen, dass es auf dem Markt ankommt“, sagte Lufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt auf dem FVW-Kongress in Essen. Nun soll die Lufthansa-Tochter zu einer zentralen Vermarktungsmarke werden. Das Ziel sei es, Eurowings zu einen führenden Anbieter in Europa auszubauen.

Zu einem Ultra-Low-Cost-Anbieter soll Eurowings allerdings nicht werden. Dieses Konzept mit einfachen Kabinen, einer aggressiven Preisgestaltung und dem Anfliegen von sekundären Flughäfen verfolgt etwa Wizz Air.

Punkten möchte der Billigflieger im Bereich Traditional Low Cost, mit dem Urlauber und preissensitive Geschäftsreisende angesprochen und hauptsächlich primäre und sekundäre Flughäfen angeflogen werden. Das ist zum Beispiel das Konzept von Esayjet. Aber auch das Segment Modern Low Cost mit dem Angebot an Premium-Kabinen und primären Airports, die genutzt werden, kommt in Frage. Der amerikanische Carrier Jetblue verfolgt dieses Konzept.

Der Carrier möchte ab kommenden  Jahr auch Flüge vom Hub München anbieten. Eurowings fliegt rund 150 Ziele weltweit an und verfügt über 90 Flugzeuge.

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