Fairer Handel mit Umsatzplus

BananenBananen sind ein beliebtes Fairtrade-Produkt. (Foto: TransFair e.V. / Nathalie Bertrams)

Der Umsatz mit Fairtrade-Produkten hat in Deutschland im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 978 Millionen Euro zugelegt. Die Verkäufe von fair gehandelten Bananen erreichten mit 68.000 Tonnen einen Absatzrekord.

„Trotz des Wachstums und der steigenden Beliebtheit von Fairtrade bleibt viel zu tun“, sagte TransFair-Vorstandsvorsitzender Dieter Overath in Berlin. „Denn klar ist: Wir brauchen einen grundsätzlichen Wandel im Handel. Globale Lieferketten müssen nachhaltiger gestaltet werden, damit auch diejenigen, die am Anfang der Kette stehen, ein Leben in Würde führen können.“ Fairtrade treibe diesen Wandel voran.

Mit einem Plus von 32 Prozent auf 68.000 Tonnen erreichten Bananenverkäufe 2015 den Angaben zufolge einen Absatzrekord. Alle auf dem deutschen Markt erhältlichen Fairtrade-Bananen sind Bio-zertifiziert. Am Gesamtmarkt machen Fairtrade-Bananen zehn Prozent aus.

Fairtrade-Kaffeeverkäufe entwickelten sich mit vier Prozent Wachstum auf knapp 14.000 Tonnen positiv bei bestehender Distribution. Der Marktanteil in Deutschland liegt bei drei Prozent. Auch die Blumenverkäufe stiegen 2015 weiter: um sechs Prozent auf 365 Millionen Stück, zum größten Teil Rosen. Jede vierte hierzulande verkaufte Rose trägt das Fairtrade-Siegel.

Pro Kopf gaben die Deutschen im vergangenen Jahr durchschnittlich zwölf Euro für Fairtrade-Produkte aus. Allerdings bleibt Fairtrade immer noch eine Nische. Marktforschern zufolge haben die Deutschen für Lebensmittel vor zwei Jahren rund 247 Milliarden Euro ausgegeben.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.