Fleischmarkt: Die Teilzeit-Vegetarier kommen

Helmut Hübsch berichtet in Frankfurt über den deutschen Fleischmarkt.Helmut Hübsch berichtet in Frankfurt über den deutschen Fleischmarkt. (Foto: Kemal Calik)

Die Deutschen haben in diesem Jahr mehr Hähnchen und weniger Hackfleisch gegessen. Die Gelegenheitsvegetarier sind auf dem Vormarsch. Bio wächst zweistellig.

„Der Umsatz bei Fleisch und Wurst stagniert auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Helmut Hübsch, Direktor der GfK Panel Services Deutschland, auf dem deutschen Fleischkongress in Frankfurt. Demnach kaufen 96 Prozent aller Haushalte mindestens einmal im Jahr Fleisch. Jedoch ist die Menge von 31 Kilogramm pro Haushalt auf 29 Kilogramm zurückgegangen. Trotzdem bleibt Deutschland ein Fleischland. Die Bayern, Thüringer und Sachsen liegen beim Fleischkonsum weiter ganz vorn.

Die Verbraucher kaufen mehr Hähnchen und Schweinefleisch landet immer weniger im Einkaufswagen. Für Rind und Hackfleisch sieht der Experte einen relativ stagnierenden Markt. Lediglich fünf Euro zahlt der Verbraucher für ein frisches Hähnchen, für die Pute muss er mehr Geld ausgeben.

Bio wächst laut dem Marktforscher mit 11 Prozent zwar zweistellig, die Marktanteile der Bio-Produktgruppen sind im Gesamtmarkt jedoch sehr unterschiedlich. So liegt der Marktanteil bei Lebensmitteln und Getränken bei 4,2 Prozent, bei Fleisch und Wurst lediglich bei 2,2 Prozent.

„Vier Prozent aller Haushalte sagen, dass sie mindestens einen Vegetarier im Haushalt haben“, berichtete Hübsch. Vor allem die Zahl derer, die gelegentlich auf Fleisch verzichten, die Flexitarier, würden einen enormen Einfluss auf den Fleischkonsum ausüben. Werde ihre Zahl immer größer, gehe der Konsum von Fleisch und Wurst weiter zurück.

 

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.

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