Fleischproduktion bleibt auf Rekordniveau

Schlechtes Grillwetter hat den Fleisch-Absatz erschwert. (Foto: Amanda Kerr / Unsplash)Schlechtes Grillwetter hat den Fleisch-Absatz erschwert. (Foto: Amanda Kerr / Unsplash)

Die Schlachthöfe haben im ersten Halbjahr mehr Fleisch produziert, obwohl die Nachfrage in Deutschland sinkt. Exporte werden daher für die Fleischwirtschaft immer wichtiger. Zudem steigt die Nachfrage nach Halal-Fleisch.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist die Fleischproduktion laut Statistischem Bundesamt auf einen Rekordwert von 4,1 Millionen Tonnen gestiegen. Demnach wurden insgesamt 29,2 Millionen Schweine, 1,7 Millionen Rinder und rund 349 Millionen Hühner, Puten, Enten und anderes Geflügel geschlachtet.

Dennoch haben die Verbraucher weniger Fleisch und Wurst gegessen. Der Absatz ist der Gesellschaft zur Konsumforschung (GfK) zufolge um 1,4 Prozent gesunken. Als Gründe für diesen Abwärtstrend nennt die GfK das „schlechte Grillwetter“ in diesem Jahr und den Rückgang des Fleischkonsums pro Kopf in Deutschland.

Horst Drees, Vertriebler beim Schlachtbetrieb Hubert Bahlmann, beobachtet ferner eine steigende Nachfrage nach Halal-Fleisch. Grund dafür sei sicherlich auch die Flüchtlingszuwanderung, die rund eine Million Muslime nach Deutschland geführt habe, erklärt er im „Tagesspiegel“. Jedoch hätten die Deutschen im Wettbewerb mit polnischen und niederländischen Betrieben kaum eine Chance. Ihre Kilopreise seien im Großhandel mindestens 40 Cent günstiger.

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1 Kommentar zu "Fleischproduktion bleibt auf Rekordniveau"

  1. Danke für die Informationen. Finde auch das Fleisch halal sein sollte.

    Gruß Elisa

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