Fleischwirtschaft: Millenials mit Qualität überzeugen

Helmut Hübsch, GfK. (Foto: Thomas Fedra / dfv)
Helmut Hübsch, GfK. (Foto: Thomas Fedra / dfv)

Jüngere Verbraucher achten zunehmend auf Qualitätskriterien wie artgerechte Tierhaltung und umweltschonende Produktion. Sie muss der Fachhandel für die Zukunft gewinnen.

Die Deutschen konsumieren weniger Fleisch und Wurst. GfK-Konsumforscher Helmut Hübsch erläuterte auf dem Deutschen Fleischkongress in Wiesbaden den Grund: Die „Wiederaufbauer“, vor 1952 Geborene, würden sukzessive durch „Smarties“, ab 2012 geborene, ersetzt. Die Generationen nach den Wiederaufbauern (41 Kilogramm Fleisch und Wurst pro Jahr) konsumierten weniger Fleisch. Babyboomer (zwischen 1952 und 1966 Geborene) würden 36 Kilogramm, Generation X (zwischen 1967 und 1981 Geborene) 25 Kilogramm und die Millenials (1982 -1996)/i-Brains (1997 – 2011) 21 Kilogramm Fleisch und Wurst essen.

Mit 64 Prozent würden Handwerksbetriebe in puncto Qualität das höchste Vertrauen genießen. Lebensmittelhändler (22 Prozent), Marken (21 Prozent) und Hersteller (17 Prozent) eher nicht. Allerdings seien die Öffnungszeiten der Fachgeschäfte für die Jüngeren ein Problem. Sie würden am liebsten abends einkaufen. Dann seien diese Läden schon zu – und davon profitierten vor allem Discounter, weil sie länger auf haben.

„Die Verbraucher achten zunehmend auf Qualitätskriterien wie artgerechte Tierhaltung, wenig Zusatzstoffe, faire Erzeugerpreise, ohne Gentechnik und umweltschonende Produktion“, so der Konsumforscher. Sie gelte es für die Zukunft zu gewinnen. Daher müsse gerade der Fachhandel auf die Jüngeren zugehen und das Thema Qualität in den Fokus stellen.