Geschäftsreisen: Studie sieht Lücken beim Risk Management

ReisenFoto: Bambi Corro / Unsplash

Aktuelle Untersuchung deckt auf, welche Auswirkungen das Buchungsverhalten von Geschäftsreisenden auf die Sicherheit hat.

Mehr als drei Viertel der Geschäftsreisenden in Deutschland, Großbritannien und Frankreich glauben, dass ihre Arbeitgeber ihrer Fürsorgepflicht während Geschäftsreisen nachkommen. Das zeigt der Bericht der Global Business Travel Association (GBTA)-Stiftung. Die Studie „How Travel Booking Behaviour Impacts Safety“, die in Zusammenarbeit mit Concur, Anbieter von integrierten Lösungen für das Geschäftsreisemanagement, durchgeführt wurde, stellt gleichzeitig fest, dass Risk-Management-Lösungen für Geschäftsreisende noch lange nicht flächendeckend und einheitlich sind.

„In Zeiten globaler Unsicherheit müssen Führungskräfte wissen, wo sich Mitarbeiter befinden, sie schützen und infomieren“, sagt Scott Torrey, Chief Revenue Officer bei Concur. „Eines der überraschendsten Ergebnisse der Studie ist, dass die Hälfte der Geschäftsreisenden weiß, dass eine Buchung außerhalb der Firmenkanäle ihre Sicherheit beeinträchtigen kann. Dennoch bucht die Mehrheit von ihnen immer noch außerhalb des Unternehmenssystems. Das bedeutet, dass Firmen einen stärkeren Fokus auf Sicherheit setzen müssen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Fürsorgepflicht einer der wichtigsten Aspekte ist, die ein Unternehmen für seine Mitarbeiter leisten kann.“

Geschäftsreisende in Großbritannien, Deutschland und Frankreich sind sich sicher, dass Unternehmen auf ihre Sicherheit achten. Tatsächlich fand die GBTA heraus, dass Business Traveller in Notfällen oder im Falle eines Sicherheitsereignisses eine proaktive Kontaktaufnahme von ihrem Unternehmen erwarten. Beinahe zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie dafür einen Zeitraum von zwei Stunden für angemessen halten.

Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen mehr tun könnten, um ihre Mitarbeiter durch Risk Management-Services und -Technologie zu schützen. Darüber hinaus könnten sie besser über bestehende Leistungen und Richtlinien zur Unterstützung von Mitarbeitern auf Geschäftsreisen informieren.

Der Bericht deckt zudem Trends im Risk Management bei britischen, deutschen und französischen Geschäftsreisenden auf. Fast die Hälfte der Geschäftsreisenden hat im vergangenen Jahr ein Online-Buchungstool genutzt. Trotzdem sagen fast 70 Prozent der Befragten, deren Unternehmen ein Geschäftsreisebüro nutzt, im letzten Jahr mindestens eine Dienstreise direkt bei einem Anbieter gebucht zu haben. Weniger als 40 Prozent geben an, dass ihre Firma über ein System verfügt, das Reisepläne und -routen erfasst, die direkt bei den Anbietern gebucht wurden.

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