Halal-Export: China setzt auf Thinktank

ChinaChina will mehr Halal-Lebensmittel in muslimische Länder exportieren. (Foto: Lin Qiang / Unspash)

China will den Export von Halal-Produkten weiter forcieren – und nutzt die Kompetenz der Islamic Association of China. Der Verband soll als Thinktank Unternehmen beim Markteinstieg beraten.

Die Islamic Association of China (IAC), gegründet 1953, soll chinesische Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Seidenstraßen-Initiative in muslimische Länder expandieren wollen. Das berichtet das China Internet Information Center.

Die Seidenstraßen-Initiative wurde vor drei Jahren vom chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping ins Leben gerufen, um die wirtschaftlichen Beziehungen mit den Ländern entlang der Seidenstraße auszubauen. Sie führt unter anderem durch die Länder Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan, Iran, Pakistan und Afghanistan.

„Wir teilen den gleichen religiösen Glauben“, sagt Yang Zhibao, Vizepräsident des islamischen Verbands. Im Nordwesten Chinas leben rund 20 Millionen Muslime. Dadurch werde es leichter, Vertrauen in den muslimischen Ländern aufzubauen. Die meisten chinesischen Unternehmen würden die Halal-Regeln nicht kennen. Er sieht darin das größte Problem beim Markteinstieg. „Hier kommen wir ins Spiel“, so Zhibao. Man gehe in die Länder und baue Kontakte auf.

Zudem würde sich bei den Unternehmen, die Halal-Lebensmittel in muslimische Länder exportieren, meistens um kleine Unternehmen handeln. Er wünscht sich, dass auch die „Großen“ der Branche in den Halal-Markt einsteigen.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.

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