Halal-Fleisch: Streit an Hamburger Grundschule

essen und trinkenKantinenessen: Halal oder nicht? (Foto: Pixabay)

An einer Hamburger Grundschule gibt es Ärger um Halal-Fleisch. Bei zwei anderen Schulen in der Hansestadt ist die Stimmung wesentlich entspannter.

Der Elternratsvorsitzende der Schule Bonhoefferstraße im Hamburger Stadtteil Billstedt fordert, in der Schulkantine nur noch Halal-Fleisch anzubieten, berichtet die „Welt“. Der Vorsitzende soll demnach gefordert haben, nur noch Halal-Fleisch anzubieten, das ausschließlich von geschächteten Tieren stammt.

Daraufhin sei es zu „heftigen Diskussionen“ zwischen den Eltern gekommen, schreibt das „Hamburger Abendblatt“. Viele hätten sich gegen eine solche Schlachtung ausgesprochen. Deshalb sei das Essen befristet auf vegetarisch umgestellt worden. Seit Anfang September gäbe es allerdings wieder Fleisch auf dem Speiseplan der Grundschule – aber halal sei es nicht.

Ganz klar scheint die Sachlage nicht zu sein. Es gäbe Widerspruch vom Elternbeirat der Grundschule, so das Abendblatt. Eine Forderung nach Halal-Fleisch habe es demnach weder vom Elternrat noch vom Elternratsvorsitzenden gegeben, vielmehr sei das Fleisch an der Grundschule bereits seit Jahren halal.

Andere Schulen in Hamburg hingegen scheinen kein Problem mit Halal-Fleisch zu haben. Neben der Grundschule Bonhoefferstraße gibt es bereits zwei weitere Schulen, an denen seit mehreren Jahren neben einem vegetarischen Gericht nur Halal-Fleisch angeboten wird: die Stadtteilschule Öjendorf und das Kurt-Körber-Gymnasium, berichtet das Abendblatt weiter. Der Caterer Mammas Canteen werbe auf der Webseite des Kurt-Körber-Gymnasiums damit, dass das ausgelieferte Fleisch halal sei.

 

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