Halal-Logistik: Steigende Kosten in Indonesien befürchtet

LogistikMit dem neuen Halal-Gesetz könnten in Indonesien die Logistikkosten steigen. (Foto: Igor Ovsyannykov / Unsplash)

Das neue Halal-Gesetz in Indonesien treibt die Logistikkosten in die Höhe, sagt die deutsche Außenwirtschaftsagentur GTAI. Die geplante Senkung der Logistikosten werde dadurch konterkariert.

Indonesien will seine hohen Logistikkosten spürbar reduzieren. Kernstück des Plans ist der Aufbau einer sogenannten maritimen Autobahn, die insbesondere die östlichen Gebiete entlasten soll. Das berichtet die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI). Zugleich würden neue gesetzliche Maßnahmen die Ziele konterkarieren und im Logistiksektor zu deutlichen Kostensteigerungen führen.

„Mit Schrecken“ warte die Branche beispielsweise auf die Durchführungsbestimmungen für ein neues Halal-Gesetz. Laut Analysten dürfte es noch strenger als in Saudi-Arabien ausfallen. Dabei gehöre Indonesien zu den liberalsten islamischen Ländern der Welt.

Kein Schwein im Container

Selbst Container würden zukünftig wohl, so das GTAI, als nicht mehr als halal gelten, wenn sie ein einziges Mal Schweinefleisch oder alkoholische Getränke transportiert hätten. Wie sich so etwas nachweisen ließe, sei allerdings unklar. Zudem müssten die Logistikfirmen zukünftig getrennte Lagerräume einrichten. Die geplante Senkung der Logistikosten werde dadurch konterkariert.

Es wundere daher auch niemanden, schreibt die Agentur weiter, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit des Landes in Sachen Logistik spürbar verschlechtert habe. Im Logistics Performance Index der Weltbank sei Indonesien im vergangenen Jahr um zehn Plätze gegenüber 2014 zurückgestuft worden.

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