Halal-Siegel: Malaysia streitet über Hotdogs

HotdogsHotdogs sind heiße Würstchen mit Ketchup oder Senf in einem Brötchen. (Foto: Pixabay)

Die amerikanische Imbisskette Auntie Anne’s muss ihre Hotdogs in Malaysia umbenennen. Ansonsten bekommt sie kein neues Halal-Zertifikat. Für den Chef der islamischen Entwicklungsbehörde waren dafür andere Gründe ausschlaggebend.

Im Islam gelten Hunde als unrein, deshalb sollen Imbissketten in Malaysia ihre Hotdogs umbenennen. Der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde (Jakim), Sirajuddin Suhaimee, regte an, sie nur noch Würstchen zu nennen. Das berichtet das malaysische Nachrichtenportal „The Star“.

Inzwischen gibt es in Malaysia nach etlichen Medienberichten eine rege Debatte über den Fall. Losgetreten hatte das Ganze eine Managerin der amerikanischen Franchisekette Auntie Anne’s, die auf Facebook postete, dass das Unternehmen den Halal-Siegel nicht bekommen habe. Angeblich wegen dem Namen Hotdog.

Der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde (Jakim), Sirajuddin Suhaimee, ruderte inzwischen zurück: Er sei falsch zitiert worden. Das Wort „Hotdog“ sei nicht der Grund dafür, dass die Kette das Zertifikat  nicht bekommen habe. Vielmehr habe das Unternehmen fehlende Unterlagen nicht eingereicht. Die Verantwortlichen von Jakim würden demnächst erneut über den Fall beraten.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.