Icann lehnt Domains auf .halal und .islam ab

Icann DomainFoto: John Schnobrich / Unsplash

Das Internet-Verwaltungsorgan Icann ist gegen die Einführung der Domain-Endungen .halal und .islam. Einige Regierungen hatten erhebliche Bedenken. 

Das IT-Unternehmen Asia Green IT System (AGIT) aus der Türkei hatte sich bei der Icann um die beiden neuen generischen Top Level Domains .islam und .halal beworben. Nun hat am 3. Oktober die Internet-Verwaltung die Bewerbungen abgelehnt, berichtet domain-recht.de.

Zur Begründung verweise das Verwaltungsorgan demnach darauf, dass sowohl die Mehrheit der 1,6 Milliarden Muslime als auch einige betroffene Regierungen wie Kuwait, der Iran und Organisationen wie das „Gulf Cooperation Council“ und die „Organization of Islamic Cooperation“ erhebliche Bedenken gegen die Einführung beider Endungen geäußert hätten. AGIT bleibe nun die Möglichkeit, so das Blog, gegen die Entscheidung vor Gericht zu klagen. Oder eine besser vorbereitete Bewerbung mit Zustimmung der muslimischen Community einzureichen.

Die Icann (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat ihren Sitz in den USA und verwaltet die Vergabe von Internet-Adressen.

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