Immer weniger Bankfilialen in Deutschland

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Bankgebäude
Foto: Dominique Müller / Unsplash

Die Zahl der Bankfilialen in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr weiter verringert. Die Zahl der Auslandsfilialen ist leicht gestiegen.

Die Konsolidierung im deutschen Bankensektor hat sich 2018 fortgesetzt. Die Anzahl der Institute ist aber aufgrund von Neuzugängen im Rahmen der Vorbereitung europäisch und international agierender Banken auf den Brexit nicht so stark zurückgegangen wie im Vorjahr, teilt die Deutsche Bundesbank mit. Im Jahresverlauf sank demnach die Gesamtzahl der Kreditinstitute um 40 auf 1.783 Institute. Dies entspricht einem Rückgang von 2,2 Prozent gegenüber minus 3,4 Prozent im Jahr 2017.

„Der Bankensektor erlebt strukturelle Veränderungen. Grund hierfür sind vor allem das Niedrigzinsumfeld, die herausfordernde Wettbewerbssituation sowie die Digitalisierung, die hohe Investitionen und Anpassungen von den Banken erfordert“, kommentierte Bundesbankvorstand Joachim Wuermeling die Entwicklung. Insofern seien auch in den kommenden Jahren weitere Fusionen im Bankensektor zu erwarten.

Die Zahl der inländischen Zweigstellen verringerte sich laut der Bundesbank 2018 sehr deutlich um 2.239 bzw. 7,4 Prozent auf 27.887, nach einem Abbau von 1.900 Zweigstellen im Vorjahr. Diese Größe umfasse klassische Filialen sowie Stellen mit Selbstbedienungs-Terminals und zusätzlicher Beratungsmöglichkeit.

Hingegen stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Filialen deutscher Kreditinstitute im Ausland leicht um zwei auf 226. Mehr als zwei Drittel aller Auslandsfilialen sowie etwas weniger als die Hälfte der Auslandstöchter befinden sich in Europa, vornehmlich in Ländern der Europäischen Union. Davon sind 27 Auslandsfilialen (2017: 26) und sechs Auslandstöchter (2017: neun) in Großbritannien angesiedelt.

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