Industrieländer sind beim Essen am sparsamsten

PaprikaEuropäer knausern beim essen. (Foto: Paul Morley / Unsplash)

Nur gut zehn Prozent ihres Einkommens gegen die Deutschen für Lebensmittel aus, in Nigeria 56 Prozent. Die meisten Vegetarier leben in Asien.

Die Deutschen geben gut zehn Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Das zeigt eine Untersuchung des Finanzportals Vexcash, das Daten aus 90 Ländern zusammengetragen hat.

Demnach ist das Gefälle der weltweiten Ausgaben für Lebensmittel enorm. Werden auf der einen Seite nur wenige Prozent in Essen investiert, nimmt der Anteil für Nahrung und Getränke in anderen Ländern über die Hälfte der monatlichen Einkünfte ein. So werden in Nigeria beispielsweise 120 Euro für Lebensmittel ausgegeben bei Einnahmen von 212 Euro. In den USA geben die Menschen von ihren monatlichen 4.205 Euro gerade einmal 269 Euro für Essen aus.

Beim Blick auf die Ausgaben für Nahrungsmittel in den einzelnen Ländern lässt sich ein klarer Trend erkennen: Je höher das Bruttoinlandsprodukt beziehungsweise die monatlichen Einnahmen, desto geringer sind die Ausgaben für Nahrungsmittel. Gerechnet auf den BIP pro Kopf gibt kaum ein europäisches Land gibt mehr als 20 Prozent für Lebensmittel aus.

Am geringsten sind die Ausgaben in Industrienationen wie USA, Großbritannien, Schweiz und Kanada. Dritte-Welt-Länder wie Nigeria, Kenia oder Kamerun nehmen die Ausgaben für Lebensmittel den größten Teil der monatlichen Einnahmen ein.

Mit einem Anteil von 38 Prozent stellt Indien die Nation mit den meisten Vegetariern weltweit. In Zahlen sind das knapp eine halbe Milliarde Menschen. Dahinter siedeln sich Israel (13 Prozent), Taiwan (10 bis 12 Prozent) und Italien und Schweden an (jeweils 10 Prozent).

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.