Islamic Banking ist ein lukrativer Markt

Muhammad AshfaqIslamic Banking: Muhammad Ashfaq, Hochschule Rhein-Waal, referiert über die attraktive Nische. (Foto: Kemal Calik)

Islamische Geldgeschäfte zählen weltweit zu den florierenden Nischen. Finanzzentren wie London mischen länger im Geschäft mit korankonformen Transaktionen mit. Doch auch in Deutschland gewinnt Islamic Banking an Bedeutung.

Der islamische Finanzmarkt hat in den vergangenen Jahren weltweit ein großes Wachstum erlebt. Die Wachstumsrate liegt zwischen 2009 und 2013 bei 17 Prozent. Das sagte Muhammad Ashfaq von der Hochschule Rhein-Waal auf dem Symposium „Ethik und Finanzen“ in Kamp-Lintfort.

Demnach werden die meisten islamischen Finanzgeschäfte in Asien und dem Mittleren Osten abgeschlossen. In der Türkei würden dagegen magere 6 Prozent aller Transaktionen abgewickelt, in Pakistan seien es immerhin 11 Prozent. Sehr aktiv sei Malaysia, obwohl dort der Anteil der muslimischen Bevölkerung bei 65 Prozent liege. Jedoch würden auch in muslimischen Ländern die Mehrheit der Bevölkerung konventionelle Bankprodukte nutzen.

Die Al Rayan Bank war laut dem Wissenschaftler in Europa die erste Bank, die seit 2004 in Großbritannien islamische Finanzprodukte anbietet. Im gleichen Jahr habe Sachsen-Anhalt eine 141 Millionen Euro große islamische Anleihe, den sogenannten Sukuk, ausgegeben.

Mit der KT Bank, einer Tochter der kuwaitisch-türkischen Kuveyt Türk Bank, hat in diesem Jahr die erste islam-konforme Bank in Deutschland ihre Schalter geöffnet. Sie hat Büros in Berlin, Frankfurt und Mannheim.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.