Islamic Banking: Neue Regeln für Goldgeschäfte

GoldDie Regeln für den Goldhandel wurden neu definiert. (Foto: Deutsche Bundesbank)

Um den Goldhandel zwischen den islamischen Banken zu forcieren, haben sich zwei wichtige Organisationen auf neue Richtlinien geeinigt. Spekulationen sind tabu. Zudem müssen die Geschäfte mit Gold hinterlegt sein.

Die Accounting and Auditing Organization for Islamic Financial Institutions (AAOIFI) und das World Gold Council haben sich auf neue Standards geeinigt, meldet „Der Standard“. Ziel sei es, den Goldhandel zwischen islamischen Banken- und Finanzeinrichtungen anzukurbeln. Dafür wurden nun Richtlinien entwickelt.

Demnach dürfen über die Einrichtungen keine Investitionen in Unternehmen gemacht werden, die in Kontakt mit Glücksspiel, Schweinefleisch, Alkohol, Tabak, Waffen oder Prostitution stünden.

Bisher habe es keine eindeutigen Regeln für den Handel mit Gold gegeben. Die neuen Richtlinien sollen jetzt Klarheit schaffen, berichtet die österreichische Tageszeitung weiter. Sie sähen unter anderem vor, dass Goldtransaktionen innerhalb eines Tages durchgeführt werden müssen, um Spekulation zu vermeiden. Zudem müssten Geschäfte voll mit dem Edelmetall hinterlegt sein.

Bisher habe Gold innerhalb des islamischen Bankenwesens nur eine sehr geringe Rolle gespielt. Einige islamische Banken wie das Finance House in Kuwait und die Muamalat-Bank in Malaysia würden bereits Goldanlageprodukte anbieten.

 

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