Islamic Banking: Türkei plant Mega-Bank

IstanbulIslamisches Bankwesen: Istanbul soll Sitz der geplanten Mega-Bank werden. (Foto: Pixabay)

Die Türkei möchte in diesem Jahr eine regionale Mega-Bank für islamische Bankgeschäfte gründen. Sie soll ihren Sitz in Istanbul haben. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. Ein anderes Land aus Asien könnte dazwischenfunken.

„Wir sind in Kontakt mit der islamischen Entwicklungsbank um eine Mega-Bank zu gründen“, sagte der türkische Vizepremierminister Mehmet Simsek auf einer Islamic-Banking-Konferenz in Istanbul. Demnach möchte auch Indonesien eine regionale Mega-Bank starten. Möglicherweise werde es weltweit zwei Mega-Banken geben, eine in der Türkei, eine in Indonesien. Die Entscheidung darüber würde noch in diesem Jahr fallen. Die globale Bank soll unter anderem große Infrastruktur-Projekte finanzieren und die islamischen Banken mit Geld versorgen, so Simsek.

Die Türkei versucht seit einigen Jahren stärker im Islamic Banking Fuß zu fassen und Istanbul zu einem internationalen Finanzzentrum auszubauen. So bieten derzeit Albaraka Türk, Kuveyt Türk, Bank Asya, Türkiye Finans, Ziraat Bank und Vakif Bank islamische Geldgeschäfte an.

Aktuell hat Islamic Banking in der Türkei mit 40 Milliarden US-Dollar einen Anteil von rund fünf Prozent am gesamten Bankengeschäft. Das Marktvolumen der islamischen Finanzwirtschaft liegt global bei etwa zwei Billionen US-Dollar.

Vergangenes Jahr hat die erste islamische Bank in Deutschland, die KT Bank, Filialen in Mannheim, Frankfurt und Berlin eröffnet.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.

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