Islamic Relief beschließt millionenschwere Corona-Soforthilfe

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Die Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland will zwanzig gefährdete Länder mit 10 Millionen Dollar Soforthilfen unterstützen.

Islamic Relief Deutschland hat gemeinsam mit ihrem weltweiten Islamic Relief-Netzwerk eine Corona-Soforthilfe in Höhe von 10 Millionen Dollar für rund 20 gefährdete Länder beschlossen. Die Soforthilfe soll dazu beitragen, die Verbreitung des tödlichen Virus aufzuhalten, Infizierten zu helfen und besonders betroffene Menschen zu unterstützen, teilt die Hilfsorganisation mit.

Schon jetzt bringe Islamic Relief tausende Hygienesets mit Hand-Desinfektionsmitteln, Schutzmasken und Thermometern in Risikogebiete wie Syrien und Afghanistan, in denen das Gesundheitssystem aufgrund der dortigen Konflikte bereits lange marode sei.

In den kommenden Wochen wolle das Hilfsnetzwerk außerdem dringend benötigte Hilfsgüter wie Beatmungsgeräte, Laborsets und tragbare Röntgengeräte in Länder wie Pakistan liefern, in denen viele Menschen keinen oder kaum Zugang zu medizinischer Versorgung hätten. Für Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern ohne soziale Sicherungssysteme, die Arbeit und Einkommen verloren hätten, plane Islamic Relief finanzielle Zuschüsse, damit die Notleidenden Grundnahrungsmittel und Medizin kaufen könnten.

Gleichzeitig starte die Organisation eine umfangreiche Aufklärungskampagne. Die Kampagne soll die Menschen darüber informieren, wie sich das Virus ausbreitet und wie man sich vor ihm schützen kann. Im Mittelpunkt stehen notwendige Hygienepraktiken und wo möglich eine angemessene soziale Distanz zu Mitmenschen.