ISM Köln: Süßwaren verkaufen sich gut

Süßwaren ISMDie Deutschen haben Appetit auf Süßes - die ISM zeigt die neuesten Trends. (Foto: ISM)

Schokolade, Kekse und Gummibärchen: Im vergangenen Jahr haben die Süßwarenhersteller mehr Waren produziert und verkauft. Die Branche fürchtet jedoch den Brexit und den aufkeimenden Protektionismus in den USA.

Im letzten Jahr hat die deutsche Süßwarenindustrie 2,7 Millionen Tonnen Süßwaren und Knabberartikel verkauft und mit diesen Produkten gut 8 Milliarden Euro erwirtschaftet, teilt der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) im Vorfeld der Süßwarenmesse ISM mit.

Die rund 200 Süßwarenhersteller steigerten demnach ihre Produktion um 3,5 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro. Auch das Exportgeschäft habe sich positiv entwickelt. Insgesamt seien 2 Millionen Tonnen Süßwaren und Knabberartikel exportiert worden. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahr einem Mengenzuwachs von 2,6 Prozent. Mit einem Exportanteil von rund 50 Prozent (Vorjahr: 49 Prozent) gehe jede zweite Tonne deutscher Süßwaren in den Export. Vor allem in die EU-Mitgliedstaaten.

Weitgehend stabil geblieben sei der Pro-Kopf-Verbrauch von Süßwaren, Knabberartikeln und Markeneis in Deutschland. Im vergangenen Jahr waren es laut dem BDSI 32,71 Kilogramm im Wert von 97,90 Euro. Jeder Deutsche verzehrt pro Jahr statistisch 670 Kilogramm Lebensmittel (ohne Getränke), heißt es weiter. Der Anteil an Süßwaren betrage weniger als 5 Prozent.

Die Geschäfte in Großbritannien bereiten der Branche wegen des Brexit hingegen Sorgen. Auch im wichtigen US-Markt USA mache sich eine Tendenz zum Protektionismus breit, beklagt der Verband.

Die Süßwarenmesse ISM beginnt am kommenden Sonntag in Köln und dauert bis Mittwoch. Auf der Schau zeigen 1.650 Aussteller aus 68 Ländern ihre neuesten Produkte und Trends.

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