Kanzlerin Merkel: „Lage ist ernst“

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Kanzlerin Angela Merkel. (Screenshot)

Bundeskanzlerin Merkel warnte auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel erneut vor dem Corona-Virus – und will weiterhin Unternehmen unterstützen. 

„Im Augenblick ist die Lage unverändert ernst“, sagt Kanzlerin Merkel auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel. Die Pandemie treffe Menschen weltweit, im Augenblick auf der nördlichen Halbkugel mehr als auf der südlichen.

Die Maßnahmen zur Einschränkung aller Kontakte würden unverändert eine Zumutung bleiben, eine demokratische Zumutung. „Sie gehören zu den schwersten Entscheidungen in meiner Amtszeit; das muss ich ganz offen sagen.“ Es falle Bund und Ländern überaus schwer, immer wieder solche Maßnahmen zu beschließen. Dennoch seien diese Restriktionen unvermeidlich, damit man den rasant exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen zu verlangsamen und zu stoppen.

Wissenschaftler hätten immer wieder festgestellt, dass eine gute Beherrschung der Pandemie das Beste für die Wirtschaft ist. Deshalb sei es auch wirtschaftlich vernünftig.

EU zeigt sich solidarisch

Gleichwohl müssten sich derzeit manche Branchen durch eine besonders harte Durststrecke durchkämpfen. Das gelte etwa für die Gastronomie, das gelte für das gesamte Messewesen, das Eventmanagement und alles, was damit zusammenhänge. „Hier waren im zweiten Quartal mit Abstand die höchsten Umsatzeinbußen zu verkraften“, so Merkel. „Wir unterstützen Unternehmen aller Größenordnungen und aus allen Branchen, um ihre Existenz und damit auch Arbeitsplätze zu sichern.“

Die Europäische Union zeige sich in dieser Krise gegenüber Mitgliedstaaten und Branchen solidarisch. Das gelte besonders für diejenigen, die besonders hart betroffen seien. „Deshalb haben wir uns auf einen Aufbaufonds zur Krisenbekämpfung und auf den EU-Finanzrahmen bis 2027 geeinigt“, sagte die Spitzenpolitikerin in Berlin.