Kosmetikhersteller erzielen geringes Umsatzplus

KosmetikDie Schönheitsbranche ist in diesem Jahr kaum gewachsen. (Foto: Manu Camargo / Unsplash)

Die deutsche Kosmetikbranche wächst in diesem Jahr nur leicht. Die Umsätze im Online-Handel hingegen steigen rasant.

Die Konsumausgaben für Produkte aus den Bereichen Schönheitspflege und Haushaltspflege bleiben 2017 insgesamt stabil und weisen mit 18,2 Milliarden Euro ein leichtes Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus, teilte der Industrieverband Körperpflege‐ und Waschmittel (IKW) in Frankfurt mit.

Für Schönheitspflegemittel haben demnach die Verbraucher in diesem Jahr 13,6 Milliarden Euro ausgegeben. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei zeigte die mit 3,1 Milliarden Euro umsatzstärkste Einzelkategorie der Haut‐ und Gesichtspflegemittel mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent auch das kräftigste Wachstum. Ebenfalls deutlich zur Wertsteigerung beitragen konnten die Mund- und Zahnpflegemittel mit einem Anstieg um 2,7 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro und die Bade- und Duschzusätze mit plus 2,5 Prozent auf 900 Millionen Euro. Rückläufig um 5,3 Prozent waren hingegen Pre‐ und Aftershaves.

Die Ausgaben für die Haushaltspflege bleiben mit 4,6 Milliarden Euro annähernd auf Vorjahresniveau (minus 0,3 Prozent). Zulegen konnten hingegen die Reinigungsmittel um 0,9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro und die Geschirrspülmittel, für die Konsumenten 750 Millionen Euro und damit 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr ausgaben. Die Kategorie, die sich am schwächsten entwickelte, war mit einem Rückgang um 4,8 Prozent Fein‐ und Spezialwaschmittel.

Mehr Wachstum erwartet

„Die Umsätze im stationären Handel halten sich auf dem hohen Niveau der Vorjahre“, so Christoph Knoke, Managing Director vom Marketing‐Beratungsunternehmen IRI Information Resources. Als besonders aussichtsreich bewertet Knoke den Online‐Handel: „Die Umsätze im Online‐Handel wachsen laut IRI E‐Commerce Panel zweistellig. Hier liegt riesiges Potenzial für die Branche“.

Wachstumschancen ergeben sich nach Einschätzung der Gesellschaft für Konsumforschung auch durch die Tendenz der Verbraucher, ihr Leben zunehmend durchzukomponieren: „Der Markt bleibt in Bewegung und die Ausbreitung des pointillistischen Lebensstils bietet große Möglichkeiten“, so Dr. Robert Kecskes, Senior Insights Director bei der GfK.

In die Zukunft blicken die IKW‐Mitgliedsunternehmen optimistisch: Im Rahmen einer Mitgliederbefragung beurteilten 68 Prozent die zukünftige Marktentwicklung mit „gut“ oder „sehr gut“. Insgesamt erwartet der IKW für 2018 in den Bereichen Schönheitspflegemittel und Haushaltspflegemittel eine weitere positive Entwicklung um zwei Prozent. Der Verband vertritt rund 400 Unternehmen, die für 95 Prozent des Marktes in Deutschland stehen.

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