Lebensmittelsicherheit: ISO 22000 überarbeitet

LebensmittelFoto: Unsplash

Die europäische Norm für Lebensmittelsicherheitssysteme, ISO 22000, wurde aktualisiert. Vor allem die Prävention steht dabei im Mittelpunkt.

Die Norm „DIN EN ISO 22000:20018-09, Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit – Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette“, ist seit Anfang September in einer aktualisierten Fassung erhältlich. Wesentliche Neuerung: Die Norm ist nun nach der High-Level-Struktur (HLS) gegliedert, teilt das Deutschen Institut für Normung (DIN) mit. Die Internationale Normungsorganisation ISO hatte demnach die HLS eingeführt, um den Aufbau von Managementsystem-Normen zu vereinheitlichen – durch die einheitliche Struktur können Unternehmen beispielsweise unterschiedliche Managementsysteme einfacher miteinander kombinieren.

DIN EN ISO 22000 richte sich an Unternehmen, die direkt oder indirekt an der Lebensmittelproduktion beteiligt seien: von Einzelhändlern und Nahrungsmittelherstellern bis hin zu Organisationen, die Materialien oder Geräte liefern, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen. Die Norm beschreibe Anforderungen an ein Managementsystem für Lebensmittelsicherheit, das es ermöglichen soll, sichere Nahrungsmittel zu liefern – „sicher“ bedeute, dass diese für den Verzehr geeignet sind und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hervorrufen. Dabei müssen die Lebensmittel sowohl den rechtlichen Anforderungen der Behörden als auch den Ansprüchen der Kunden hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit entsprechen.

So dürfen , so das DIN, die Lebensmittel zum Beispiel keine krankheitsverursachenden Keime enthalten. In der neuen Fassung hebe die Norm branchenspezifische Präventivprogramme in den unterschiedlichen Stufen der Lebensmittelkette noch besser hervor. Dabei gehe es um definierte Aktionskriterien, wie zum Beispiel die Kühlkette einzuhalten sei. Wäre diese nicht erfüllt, könnte das die Produktsicherheit beeinflussen und das Unternehmen müsse aktiv werden.

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