Lebensmittelskandal erschüttert Türkei

KebabWas bin ich? (Foto: Pixabay)

Eselfleisch in der Bulette, Schweinefleisch in der Wurst: Die Lebensmittelkontrolleure des türkischen Agrarministeriums haben einen großen Lebensmittelskandal aufgedeckt.

Das türkische Landwirtschaftsministerium hat eine Liste von 173 Unternehmen veröffentlicht, die manipulierte, gepanschte oder falsch deklarierte Nahrungsmittel angeboten haben. Es handelt sich dabei um 282 Produkte. So wurde in der Bulette eines Burgerladens Eselfleisch gefunden, ein Kebabhaus hatte Pferdefleisch in seinem Hackfleisch und in einem Energy Drink war Sildenafil, eine wirkstoffgleiche Version des Potenzmittels Viagra.

Unter den ertappten Unternehmen sind auch einige, die sich mit religiösen Firmennamen schmücken, Hacı Baba (Pilger) oder Hicret (Übersiedlung Mohammeds nach Medina).

Die Zeitung „Cumhuriyet“ kritisiert, dass in der Türkei zu wenig staatliche Lebensmittelllabore vorhanden sind. Sie gibt ihre Zahl mit 40 an. Im Vergleich gebe es zirka 100 private Labore. Lebensmittelkontrollen durchzuführen sei allerdings eine staatliche Aufgabe.

Lebensmittelbetrug findet weltweit statt

Es müsse schärfere Kontrollen und höhere Strafen geben. Für das Blatt haben die Strafen keine abschreckende Wirkung. So würden Unternehmen, die beim Verkauf von etwa verdorbenen Waren erwischt werden, nur rund 300 Euro Strafe zahlen.

Cumhuriyet berichtet weiter, dass Lebensmittelbetrug ein globales Problem sei. Schätzungen zufolge seien etwa sieben bis 10 Prozent aller verkauften Lebensmittel gefälscht.

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