Lebensmittelüberwacher finden diesmal kein Schwein im Döner

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Döner
Foto: Syed Hussaini / Unsplash

Die Lebensmittelkontrolleure in Rheinland Pfalz haben mit einem speziellen Tierarten-Chip untersucht, ob die Deklaration stimmt. In diesem Jahr wurde kein Schweinefleisch im Döner gefunden.

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Rheinland Pfalz hat im vergangenen Jahr 19.891 Proben von Lebensmitteln, Kosmetika, Kleidung oder Spielsachen auf Gesundheitsgefahren oder irreführende Angaben hin untersucht. Die Experten haben insgesamt 2.288 Proben beanstandet, etwa aufgrund fehlender Kennzeichnung oder irreführender Angaben. Als tatsächlich gesundheitsschädlich wurden nur 26 Proben bewertet, teilt die Behörde mit.

„2018 gab es im LUA keine Nachweise von Schweinefleisch beziehungsweise Schweine-DNA  in Döner-Fleischspießen und Fleischspießen nach Döner-Art“, sagte LUA-Pressesprecherin Kerstin Stiefel gegenüber HALAL-WELT.

Allerdings habe die Behörde im Zeitraum von 2010 bis 2018 sechs Döner Kebab-Spieße beziehungsweise Fleischdrehspieße nach Döner Kebab-Art wegen des Nachweises von Schweinefleisch und Schweine-DNA beanstandet. „Zwei dieser Spieße waren vom Hersteller als ‚Halal‘ beziehungsweise ‚Helal‘ ausgelobt worden“, so Stiefel.

Aus Datenschutzgründen könne das Landesuntersuchungsamt Angaben zu einzelnen Herstellern nur dann machen, wenn wegen akuter Gesundheitsgefahr die Verbraucher vor deren Produkten gewarnt werden müssten. Dies sei bei falscher Angabe der Tierart nicht der Fall.

Messmethode zu genau

Den Tierarten-Nachweis haben die Lebensmittelüberwacher per Chip durchgeführt. Auf diesem Chip befinden sich laut Behörde acht Felder. Pro Feld sind für das Auge unsichtbare Fängersonden für 24 verschiedene Tierarten implementiert. Wenn die DNA eines oder auch mehrerer Tiere gefunden wird, leuchten in den Feldern blaue Punkte auf. Erkannt werden Rind, Schwein, Huhn, Pute, Schaf, Ziege, Pferd, Hase, Kaninchen, Rothirsch, Reh, Damhirsch, Büffel, Rentier, Moschusente, Stockente, Gans, Fasan, Strauß, Känguru, Springbock, Kamel, Hund und Katze.

Das Ergebnis: Von den insgesamt 286 damit untersuchten Lebensmitteln wurden 44 aufgrund fehlender oder falscher Tierarten-Deklaration beanstandet.

Nicht immer sei aber Vorsatz im Spiel. Der Tierartenchip basiere auf dem Nachweis von DNA, also Erbmaterial, und reagiert sehr sensibel auf kleinste Verunreinigungen. Selbst winzige Reste, die über Messer oder Schneidbretter übertragen werden, könne der Chip erkennen. Der Nachweis werde deshalb durch eine weitere Technik ergänzt. Um nicht schon feinste Spuren im Lebensmittel zu beanstanden, werde serologisch überprüft, ob die Probe auch Proteine – also Eiweiß – der Tierarten enthalte. Sei dies der Fall, handele es sich um einen Zusatz, dem die Lebensmittelkontrolleure im Betrieb nachgehen würden.

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