Malaysia: Konsum steigt an

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Foto: Amin Haiqal / Unsplash

Die Kaufkraft und der Konsum in Malaysia steigt an. Im Einzelhandel gibt es seit zwei Jahren eine interessante Veränderung.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Höhe von 10.300 US-Dollar im Jahr 2018 gehört die malaysische Bevölkerung nach Weltbankkriterien zu den Nationen mit mittlerem Einkommen. Die Regierung möchte das Land in die Liga der Hocheinkommensländer mit einem Niveau von über 15.000 US-Dollar führen, berichtet die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI). 

Das BIP-Wachstum wird demnach vor allem durch den privaten Konsum getragen. Die Binnenkonjunktur sei sehr robust. Sowohl der Dienstleistungssektor als auch die verarbeitende Industrie – wenn auch etwas schwächer – expandierten. Dies führe zu einer stetigen Nachfrage nach Arbeitskräften und somit zu höheren Löhnen, die wiederum den privaten Konsum ankurbeln würden.

Im langjährigen Durchschnitt liege der Anteil des privaten Konsums am nominellen BIP bei 47,2 Prozent. Den bislang höchsten Beitrag lieferte der private Verbrauch im 1. Quartal 1991, als sein Anteil 58,5 Prozent betrug. Davon war er im 2. Quartal 2018 nicht weit entfernt, als er 57,2 Prozent erreichte.

Bevölkerungsmehrheit setzt auf Halal-Produkte

So kulturell und ethnisch vielfältig wie die malaysische Gesellschaft, so seien auch deren Konsumpräferenzen. Für die moslemisch-malaysische Bevölkerungsmehrheit müssten Produkte und die darauf abgestellte Werbung “halal” sein. Sie sollten somit auf Alkohol und alles, was mit Schweinefleisch zu tun hat, verzichten. Die aus China und Indien stammenden Bevölkerungsgruppen würden teilweise andere Produkte bevorzugen, aber auch Verpackungen und Farben. So liebten Chinesen die Glücksfarben Rot und Gold, weniger jedoch das mit dem Tod assoziierte Weiß.

Das Wachstum des Groß- und Einzelhandels, das 2017 bei real 9,0 Prozent lag, habe sich 2018 auf ein Plus von 8,2 Prozent leicht abgeflacht. 2019 dürfte der Zuwachs noch etwas geringer ausfallen, so die GTAI. Die Umsätze des Handels (Groß-, Einzel- und Kfz-Handel) lagen bei knapp über 258 Milliarden Euro.

Im Einzelhandel sei seit knapp zwei Jahren eine interessante Veränderung zu beobachten. Wurde in den Jahren davor der Sektor von stetig zunehmenden Umsätzen der Super- und Hypermärkte bestimmt, seien es jetzt eher die kleinen Lebensmittelläden, die ein starkes Wachstum vorweisen würden. Die Zeiten, als jede Hypermarkt-Eröffnung auf ein starkes Konsumenteninteresse stieß und zusätzliche Ausgaben stimulierte, seien vorbei. Mit der starken Ausbreitung von Shopping Malls seien Neueröffnungen zur Normalität geworden.

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