Malaysia: Nachhaltigkeit wird für Halal-Messe Mihas wichtiger

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Dato’ Wan Latiff Wan Musa, CEO Matrade. (Foto: Kemal Calik)

Kommendes Jahr startet in Kuala Lumpur wieder die weltweit bedeutende Halal-Messe Mihas. Sie wird nicht nur größer, sondern auch das Thema Nachhaltigkeit wird wichtiger.

„Wir hatten dieses Jahr auf der Mihas mehr als 1.000 Aussteller aus 44 Ländern“, sagte Wan Latiff Wan Musa, CEO der malaysischen Außenhandel-Promotionsagentur Matrade, auf dem malaysischen Investitionsforum in Stuttgart gegenüber HALAL-WELT. Im kommenden Jahr soll demnach nicht nur die Ausstellungsfläche größer werden, auch die Zahl der teilnehmenden Länder soll auf mehr als 50 Länder steigen. Ebenso soll sich die Zahl der teilnehmenden Einkäufer von 200 auf 400 verdoppeln.

Ein wichtiges Thema auf der Messe werde neben Industrie 4.0, so der Matrade-Chef, das Thema Nachhaltigkeit sein. Eine Jury werde die nachhaltigsten und hochwertigsten Halal-Produkte auf der Messe prämieren. Auch auf dem parallel zur Mihas stattfindenden World Halal Conference werde es Debatten zum Thema Nachhaltigkeit geben.

Matrade-Ceo Wan Latiff: 98 Prozent der malaysischen Unternehmen sind KMUs

Was sind die Stärken von Malaysia im globalen Halal-Geschäft? „Malaysia hat das umfassendste Halal-Ecosystem der Welt“, sagte Wan Latiff. Das asiatische Land habe zum Beispiel Behörden für Islamic Banking, Halal-Zertifizierung, Infrastruktur, Logistik und Marketing, die eng zusammenarbeiten würden. Darüber hinaus habe Malaysia vor etlichen Jahren einen Industrie-Masterplan verabschiedet, um die Entwicklung des Halal-Business rasch voranzutreiben.

Deutschland: Malaysia kommt mit Halal-Produkten

„98 Prozent der malaysischen Unternehmen sind KMUs“, berichtete der Spitzenmanger. Rund 300.000 Firmen davon hätten die Kapazität, um im Export-Geschäft mitzumischen. Matrade schaffe einen Markt für diese KMUs. So könnten sie auf internationalen Lebensmittelmessen wie Gulfood, Foodex, Sial, Anuga, Fine Food Australia ihre Produkte zeigen. Zusätzlich würde die Promotionsagentur Schulungen anbieten, bei Finanzierungsfragen beraten oder Unterstützung bei Halal-Zertifikaten anbieten.  

Derzeit exportieren die europäischen Länder mehr Produkte nach Malaysia als sie importieren. Was sind die Gründe dafür? „Wir verarbeiten hauptsächlich Lebensmittel und benötigen dafür Rohstoffe aus dem Ausland, etwa Zwiebel und Sojabohnen“, erläutert Wan Latiff. Diese Endprodukte würden dann exportiert oder im Land angeboten.

Malaysia hat Deutschland als Absatzmarkt längst im Fokus. Im ersten Schritt sollen die Halal-Produkte des Landes in den ethnischen Supermärkten verkauft werden. Dazu der Matrade-Chef: „Viele Muslime in Deutschland kommen aus dem Mittleren Osten und Asien, zum Bespiel Indonesien, Malaysia oder Thailand.“ Danach sollen die Produkte in den Regalen der deutschen Mainstream-Supermärkte stehen. „Halal ist nicht nur etwas für Muslime“, betonte Wan Latiff. So gebe es strenge Regeln für die Lebensmittelsicherheit und Hygiene, die bei der Halal-Produktion eingehalten werden müssten. Daher seien Halal-Lebensmittel auch für nichtmuslimische Konsumenten geeignet.  

Die Mihas 2020 findet vom 1. bis 4. April in Kuala Lumpur, Malaysia, statt.

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