Markenstreit: Lindt gewinnt gegen Haribo

Haribo ist ein Bonner Süßwarenhersteller. (Foto: Haribo)Haribo ist ein Bonner Süßwarenhersteller. (Foto: Haribo)

Der Schokoladenhersteller Lindt kann sich freuen: Die Markenrechte von Haribo werden durch den Lindt-Bären nicht verletzt, urteilte der Bundesgerichtshof. Der Goldbären-Hersteller hatte mit der Verwechslungsgefahr argumentiert. 

Der Schweizer Süßwarenhersteller verkauft seit über zehn Jahren einen in Goldfolie verpackten Schokobären. Haribo vertreibt seit den Sechzigerjahren Gummibärchen und hat später das Wort „Goldbären“ schützen lassen. Haribo sah seine Markenrechte verletzt und hatte dagegen geklagt.

In den Vorinstanzen hatte mal Lindt, mal Haribo gewonnen. Heute hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass „der Vertrieb einer in Goldfolie verpackten und mit einem roten Halsband versehenen Schokoladenfigur in Bärenform durch Lindt weder die Goldbären-Marken von Haribo verletzt noch eine unlautere Nachahmung ihrer Fruchtgummiprodukte darstellt.“

Haribo verkauft seit vierzehn Jahren in Deutschland auch Halal-Gummibärchen, hauptsächlich in den türkischen Supermärkten. Die Fruchtgummis aus Rindergelatine werden in der Türkei hergestellt.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.

1 Kommentar zu "Markenstreit: Lindt gewinnt gegen Haribo"

  1. Ist ja schon etwas übertrieben, die Reaktion. Ist ja nicht so, dass der Schoko-Bär dem Haribo Bär gleicht.

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